Erstes Gespräch mit Architekten: Wünsche äußern und kennenlernen

Unser erstes Gespräch hatten wir am gestrigen Abend. Es war Aufschlussreich. Unseren Architekten konnten wir erstmals kennenlernen. Er hatte uns bereits einige Tipps gegeben. Worüber wurde geredet und wie läuft es weiter? Es hat sich gezeigt, dass unsere Vorbereitung auf das Erstgespräch ganz gut war. Mit vielen Begriffen konnten wir etwas anfangen. An dieser Stelle muss man auch sagen, dass unser Architekt und Baubetreuer während des Gesprächs uns alles ausgiebig erklärte. Er fragte uns wie groß die einzelnen Räume werden sollen und welche Wünsche wir haben. Ich versuche das kurz und knapp zusammen zu fassen.

Welche Räume und wie groß?

Unsere Raumaufteilung erwies sich als gar nicht so schlecht, so dass unser Architekt fast alle Quadratmeterzahlen übernommen hatte. Er hatte lediglich den Küchenbereich etwas größer und den Wohnbereich etwas kleiner gemacht. Generell verfolgt er für die erste Planung den Ansatz alle Zimmer etwas kleiner zu planen, weil sie später einfacher groß gemacht werden können.

EG

  • Küche 14 m²
  • Wohnen/Essen 32 m²
  • HWR 10 m²
  • Arbeitszimmer 12 m²
  • Dusche + WC 4 m²
  • Diele 9 m²

OG

  • Kind1 14 m²
  • Kind2 14 m²
  • Bad 10-11 m²
  • Schlafzimmer Eltern 13 m²
  • Ankleide 8 m²
  • Flur 9 m²


Ich hoffe die Raumgrößen aus dem Kopf nochmal korrekt niedergeschrieben zu haben, sonst passe ich sie am Montag nochmal an. Dann sollte der Architekt uns per E-Mail bereits die erste Planung zusenden.

Infos zur Raumaufteilung

Ein Keller ist nicht geplant. Was uns wichtig war ist ein schön großes Wohnzimmer bei dem ein Tisch lang ausgezogen werden kann. Der Küchenbereich ist so groß, da wir gerne eine Kochinsel (nicht unbedingt freistehend) haben möchten.


Wünsche: Das soll unser Haus haben

Bei uns wird sehr wahrscheinlich nur eine 1-geschössige Bauweise erlaubt sein. Warum? Weil im benachbarten Baugebiet “Kälberanger” dies so ist. Bisher haben wir aber noch keinen offiziellen Bebauungs- bzw. Grundstücksaufteilungsplan.

Im weiteren Gespräch hat er sich Notizen gemacht zur gewünschten Ausstattung. Dazu zählen z.B. elektrische Rolläden, ob ein Kamin erwünscht ist und welche Türen/Fenster wir haben wollen. Außerdem fragte er ab welches Dach gewünscht ist (es soll ein Satteldach mit Friesengiebel werden).

Von außen wollen wir eine Klinker-/Putz-Kombination haben. Der Haupteil wird verklinkert. Lediglich der Friesengiebel soll weiß verputzt werden – optisch sieht das unserer Meinung nach Klasse aus und die wiederkehrenden Kosten für erneutes Streichen sind akzeptabel. Ansonsten ist unser Wunsch eine Doppelgarage. Unser Architekt gab uns aber auch gleich zu verstehen, dass es dann meist knapp wird, was die Einhaltung der 3-Meter-Grenze zum Nachbarn angeht.

Erstes Gespräch mit Architekt

Erstes Gespräch mit Architekt

Angesprochen wurden auch zwei Themen bei denen wir unsicher sind: Heiztechnik und KNX-Bussystem. Was die Heizung angeht, tendierten wir bisher zu einer Gasheizung mit einem Kamin, der an die Heizung angebunden ist (wurde uns von mehreren Bauherren empfohlen). Unser Architekt riet uns davon ab und empfahl uns etwas mehr in eine Luft-Luft-Wärmepumpe zu investieren (ca. 5.000 Euro). Dazu gibt es aber einen gesonderten Beitrag. Erst Mal fließt sie mit in die Baukostenberechnung ein. Das Thema KNX-System wurde nur kurz angesprochen. Leider konnte uns der Architekt in der Hinsicht keinen Rat geben, obwohl einer seiner Bauherren dieses System integriert. Da werden wir mit Damert Elektro noch sprechen müssen – der Geschäftsführer ist ein guter Freund :-).

Architekt macht Notizen für Baukostenberechnung

Zu jedem Punkt hat uns unser Baubetreuer und Architekt abgefragt wie viel wir in Eigenleistung machen wollen: Dafür hat er sich prozentuale Zahlen notiert. Diese werden in seine Baukostenberechnung eingehen. Sparen kann man nur durch Arbeit am Bau oder wenn man durch Beziehungen günstiger an Material kommt (von letzterem geht er aber nicht aus). Zum Abschluss hat er uns bereits aus eigenen Erfahrungen einen ungefähren Wert für die Baukosten +/- 10.000 Euro gegeben. Die Baunebenkosten setzt er bei 20.000 Euro an. Seine endgültige und genaue Berechnung sollen wir am Montag per E-Mail erhalten – wir dürfen gespannt sein und werden berichten.

Wie geht es weiter? Am Montag kommt also per E-Mail die Berechnung der Baukosten. Anschließend können und sollen wir uns Gedanken über die Baufinanzierung machen. Von unserem Architekten und aus der Verwandtschaft haben wir bereits erste Tipps erhalten (KfW-Kredit + Hypothekendarlehen). Ab Mai schickt die Stadt Sehnde Unterlagen für die Grundstücke in unserem Wunsch-Baugebiet heraus. Dann setzten wir uns spätestens wieder mit unserem Architekten zusammen, um uns 3 Wunsch-Grundstücke auszuwählen. Von der Größer her sollen es zwischen 500 und 550 m² werden. Hierbei gibt es einiges zu berücksichtigen – als Laie würde ich davon abraten einfach so ein Grundstück zu kaufen. Mit dem ersten Architektentermin hat sich unser Bauablaufplan auch aktualisiert. ;-)

Kurz über unseren Architekten

Nie am Architekten bzw. Baubetreuer sparen!

Bei der Auswahl eines Architekten solltet ihr auf Empfehlungen aus dem Freundeskreis hören. Wir haben einen gewählt mit dem aus dem Freundes- und Verwandtenkreis bereits einige gebaut haben und nur positives berichtet haben. Seine Erfahrungen sind beachtlich: Im Lehrter Baugebiet hat zum Beispiel die HELMA Eigenheimbau AG zwei Einfamilienhäuser gebaut. Mit dem Unternehmen hat auch die Schwester meiner Frau gebaut. Zum Vergleich hat unser Architekt alleine in dem Baugebiet 17 (!)Bauherren beim Bau betreut! Ich denke, das sagt einiges aus. Beim Architekten/Baubetreuer zu sparen halte ich übrigens für falsch: Das was ihr für ihn ausgebt, spart ihr durch seine Tipps an anderen Stellen wieder ein – mal ganz abgesehen von der Stressersparnis. Von der menschlichen Seite her gab es von uns aus ebenfalls keine Bedenken. Immerhin werden wir in den nächsten 2 Lebensjahren ständig Kontakt haben – da muss auch die menschliche Seite passen.

Wie lief euer erstes Architektengespräch ab? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht und welche Tipps könnt ihr angehenden Bauherren geben?

Geschrieben von

Konstantin (Jahrgang 1984) lebt bei Hannover und ist Autor dieses Blogs. Zusammen mit seiner Frau Anna und mit Unterstützung von Familie und Freunden baut er sich sein Traumhaus.

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