LED-Dimmer anschließen – Anleitung: So geht’s

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Bild von Konstantin Matern - Autor auf Hausbauen24.eu
Konstantin Matern
Autor & Heimwerker
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Artikel wurde geprüft am 03.02.2023
LED-Dimmer anschließen

Ein herkömmlicher Lichtschalter lässt sich relativ leicht gegen einen Dimmer austauschen. Der Einbau und Wechsel ist schnell gemacht. Doch das Problem liegt vielmehr darin den richtigen Dimmer für die vorhandene Leuchte zu wählen. Für den Einbau und zum Anschluss eines LED-Dimmers findest du hier alle wichtigen Informationen sowie eine Anleitung. Ein solcher LED-Dimmer ist für alle möglichen LED-Spots und LED-Lampen von Marken wie Ikea, Osram oder Philips geeignet.

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Das Wichtigste zusammengefasst

Der Einbau und Anschluss eines Dimmers ist leicht. Aber es gibt noch einige Probleme, die auftreten können. Du findest hier daher einige gute LED-Dimmer sowie Hinweise für den Einbau und Kauf eines Dimmers.

Kurz & knapp
  • LED-Dimmer haben eine zugelassene Last, die mit den Buchstaben R, L und C gekennzeichnet wird.
  • Die Leuchtmittel müssen dimmbar sein.
  • Ein Dimmer besteht aus Dimmereinsatz, Zentraleinsatz und Drehrad.
  • Am Dimmer müssen mindestens 2 Adern angeschlossen werden. Es ist auch mit Dimmern eine Wechselschaltung möglich.

Welcher LED-Dimmer ist geeignet?

Damit du einen LED-Dimmer verwenden kannst, müssen bestimmte Eigenschaften gegeben sein. Damit der Dimmer kompatibel ist, muss dieser für die Lampe bzw. das in der Lampe eingesetzte Leuchtmittel geeignet sein. Denn einige Energiesparlampen lassen sich nicht dimmen. Du kannst relativ einfach überprüfen, ob deine Lampe dimmbar ist.

Achte auf die Kennzeichnung auf deiner Lampe. Diese muss identisch sein mit der Kennzeichnung auf dem Dimmereinsatz. Du kannst auch in der Beschreibung deines Dimmers nach der Kennzeichnung schauen. Außerdem muss das Leuchtmittel natürlich dimmbar sein.

Es gibt genormte Kennzeichnungen. In der folgenden Tabelle findest du die Bedeutung der Kennzeichen R, L und C.

Kennzeichen auf Dimmer Zugelassene Last Bedeutung und Produkttyp
R Ohmsche Last Glühlampen, LED-Lampen und Hochvolt-Halogen-Lampen
L Induktive Lasten Transformatoren, LED-Leuchten, Niedervolt-Halogen-Lampen, Leuchtstofflampen und 12V-Halogen-Spots
C Kapazitive Lasten Niedervolt-Halogen-Lampen mit elektron. Transformator und Niedervolt-Lampen

Natürlich sollte dein LED-Dimmer auch die minimale und maximale Anzahl an Leistung dimmen können. Du findest in der Produktbeschreibung hierzu angaben. Ein LED-Dimmer für 3 bis 300 Watt kann LED-Lampen in dem Leistungsbereich dimmen. Bei LEDonline findest du aber auch LED-Dimmer (Phasenabschneidend), die 1 bis 100 Watt dimmen können. Auch interessant: Es gibt sogenannte Duo LED-Dimmer. Du hast hier zwei Drehrädchen und steuerst zwei Stromkreise.

Du summierst also alle LED-Leuchtmittel, die du mit einem Dimmer dimmen willst und schaust, ob die Watt-Zahl in dem Leistungsbereich liegt. Wie viel Licht (Lumen) ein Raum haben sollte, ist im Artikel für verschiedene Räume aufgelistet: Lichtplanung im Neubau: Wie viel Lumen pro Raum?

Wie ist der Aufbau eines Dimmers?

Dimmer werden in der Regel Unterputz eingebaut – so wie auch herkömmliche Lichtschalter. Die eigentlichen Bauteile sind im Inneren der Wand versteckt und nur der eigentliche Regler ist sichtbar.

Es gibt viele Varianten von Dimmern. Der gängige Dimmer mit Drehregler kommt am Häufigsten vor. Am runden Schalter stellst du die Helligkeit ein. Durch vollständiges Zurückdrehen (oder Drücken des Drehreglers) schaltest du die Lampe aus/ein.

Aufbau eines Dimmers mit Drehregler
  1. Leitung
  2. Unterputzdose
  3. Schaltereinsatz
  4. Rahmen
  5. Zentraleinsatz
  6. Dimmar / Drehregler
Dimmer Aufbau
Dimmer Aufbau und Einbau

Dimmer mit Tastschalter

Eine weitere Variante ist ein Dimmer mit Tastschalter. Bei diesem schaltest du zunächst das Licht über den Schalter an. Anschließend regelst du das Licht bzw. die Lichtintensität, indem du den Tastschalter so lange gedrückt hältst, bis deine gewünschte Helligkeit erreicht ist.

Dimmer für die Steckdose

Es gibt aber auch für Stehlampen und Nachttischlampen spezieller Dimmer. Diese werden in die Steckdose gesteckt. Ein solcher Dimmer wäre zum Beispiel der „Mumbi SD100“. Diesen steckst du in eine Steckdose und steckst wiederum den Stecker deiner Lampe in den Dimmer. Am Drehregler kannst du die Helligkeit beliebig einstellen. Dafür muss aber das Leuchtmittel geeignet sein.

Dimmer einbauen und anschließen: So geht’s

Warnung

Elektrische Anlagen zu installieren ist nur einem Meisterbetrieb vorbehalten. Für Laien gilt für die gesamte Hauselektrik ein Verbot. Das steht im §13 der „Niederspannungsanschlussverordnung“. Arbeiten an der Elektroinstallation darf daher nur ein Elektriker durchführen. Daher darfst du eigentlich nicht mal Steckdosen oder Lichtschalter selbst ausschalten.

Vorbereitung
  • Schalte im Verteilerkasten die entsprechende Sicherung (Automaten) aus.
  • Checke mit einem Spannungsprüfer (Duspol) die Stromfreiheit der Leitung.
  • Prüfe an den Schalterklemmen in der Unterputzdose die Spannungsfreiheit erneut.
1 Austausch und Einbau des Dimmers erfolgen immer gleich. Du baust den Dimmer in die vorhandene Unterputzdose ein.

2a Führe zunächst den Ausbau deines alten Lichtschalters durch. Du brauchst für den Einsatz einen Kreuz-Schraubendreher. Ist der Lichtschalter ausgebaut, prüfst du am besten nochmal die Spannungsfreiheit. Liegt keine Spannung an, kannst du das Anschlusskabel herausschrauben oder herausziehen (Befestigungsklipse oder Schraubklemmen).

2b Bei einem Neueinbau des Dimmers musst du zunächst die Leitung ca. 5 cm abisolieren ohne die innenliegenden Adern zu beschädigen. Dann mit einer Abisolierzange die einzelnen Adern rund drei Millimeter abisolieren.

3 Schließe jetzt das Kabel am Dimmer an. Hierzu verbindest du die stromführende Ader (Phase – oft braun) mit der „Klemme mit Pfeil“ ⬆️ am Dimmer. Die Ader zur Leuchte (oft schwarz oder grau) klemmst du an die „Klemme mit Sinuslinie mit schrägem Pfeil hindurch“ ↗️️. Es gibt einige Dimmer mit einer N-Klemme. An dieser wird der Neutralleiter (blau, falls vorhanden) angeschlossen.

4 Du kannst den Dimmer auch als Wechselschalter verwenden. Dafür klemmst du die stromführende Ader an die „Klemme mit der Sinuslinie und dem schrägen Pfeil“ ↗️️. Die korrespondierenden Kabel klemmst du dann auf die beiden „Klemmen mit Pfeil“ ⬆️.

5 Im letzten Schritt baust du den Dimmer wieder in die vorhandene UP-Dose ein. Hierfür verwendest du Geräteschrauben bzw. Krallenklemmen. Beim Einbau darauf achten keine Anschlussdrähte zu beschädigen.

6 Setze nun Rahmen, Zentraleinsatz und Dimmrad ein. Schalte im Verteilerkasten die Sicherung wieder ein und prüfe die Funktion des Dimmers.

7 Einige Dimmer haben ein Mini-Potentiometer. Das ist ein kleines Drehrad, an welchem du im Betrieb mittels Schlitzschraubendreher eine Feineinstellung vornehmen kannst. Du kannst auf die Weise auftretendes leichtes Flackern oder Surren abstellen.

Dimmer Anschlüsse und Funktion
Dimmer Anschlüsse und Funktion

Was ist ein Dimmer?

Im Prinzip ist ein Dimmer wie ein Lichtschalter mit dem man das Licht nicht nur ein- oder ausschalten kann. Du kannst stattdessen damit stufenlos die Leuchtstärke deiner Lampe einstellen. In der Regel machst du das über einen Drehregler. Das Eindrücken des Drehreglers bewirkt in der Regel, dass das Licht ein- bzw. ausgeschaltet wird.

Es gibt aber auch Dimmer bei denen du die Lichtstärke per Tastendruck einstellst. Je länger du die Taste drückst, desto heller/dunkler wird das Licht. Außerdem lassen sich Dimmer auch per Fuß (Fußdimmer), Touch (direkte Wahl der Helligkeitsstufe) und in Serie (mehrere Leuchten gleichzeitig) steuern.

Vorteile vom Dimmer
  • Zusätzlich Strom sparen durch Dimmen (mehr dazu hier)
  • Schaffung gemütlicher Atmosphäre
  • Stimmungsvolle Beleuchtung
  • Leuchtmittel halten länger
Nachteile vom Dimmer
  • LED-Dimmer und dimmbare Lampen sind teurer
  • Nicht alle LED-Lampen sind dimmbar
  • Kompatibilität muss gegeben sein
  • LED-Flackern möglich
  • Leuchtmittel kann brummen
  • LED-Leuchtmittel kann beim Anschluss beschädigt werden

Welche Arten von Dimmern gibt es?

Es gibt auf dem Markt je nach Einsatzzweck unterschiedliche Arten von Dimmern, die sich in die folgenden Kategorien einordnen lassen:

LED-Dimmer Drehrad
LED-Dimmer mit Drehrad

Besonders intelligente Dimmer (Universaldimmer) wählen das geeignete Dimmprinzip je nach angeschlossener Last. LED-Dimmer kommen mit besonders geringer Last zurecht und wurden mit zunehmendem Einsatz von LEDs eingeführt.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

  • [1] https://www.wirsindheller.de/Phasenanschnitt-Phasenabschnitt.139.0.html
Haftungsausschluss

An einer elektrischen Anlage zu arbeiten kann lebensgefährlich sein. Um mich rechtlich abzusichern, weise ich darauf hin, dass Artikel und Erklärungen auf dieser Seite keine vollständige Installationsanleitung für elektrische Anlagen sind. Du bekommst hier lediglich Tipps und Anregungen.

Bei nicht vorschriftsmäßiger oder unsachgemäßer Ausführung übernehme ich keine Haftung für Sach- oder Personenschäden. Ebenso sollten die Arbeiten von Fachpersonal ausgeführt werden.

Konstantin Unterschrift

Konstantin Matern Portrait kariert transparent

Geschrieben von Konstantin Matern

Mein erstes Haus habe ich als Heimwerker mit vielen Eigenleistungen zusammen mit meiner Frau, Familie und Freunden gebaut. Seitdem gibt es von mir hier immer wieder Heimwerker-Tipps, DiY-Projekte und Kaufratgeber-Artikel. Aufgrund meiner praktischen Erfahrungen weiß ich genau, worauf Heimwerker und Handwerker achten.

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