Geräteschuppen aus Metall: Ratgeber und Tipps zum Metallgerätehaus aufbauen

Schnell sammeln sich, nachdem das eigene Heim gebaut wurde und beginnt den Garten anzulegen, Gartenwerkzeuge und Gartengeräte an. Dann brauchen auch Fahrräder noch Platz. Doch wo sollen diese gelagert werden? Wenn man nicht gerade seine Garage damit zustellen will, bleibt nur der Aufbau eines Geräteschuppens. Daher habe ich für euch einen Ratgeber mit Tipps zum Metallgerätehaus aufbauen. Um es vorweg zu nehmen: Wir haben ein Metall Geräteschuppen gewählt.

1. Geräteschuppen: Das Wichtigste in Kürze

  • Das Wort Schuppen kommt vom mittelniederdeutschem Wort „schoppe“ und hieß ursprünglich „Schopf“.  Es war ein mit Strohbündeln bedecktes Schutzdach. Sogar heute sagt man z.B. in Bayern noch „Schupfen“ dazu.
  • Ein Gerätehaus gibt es aus Metall, Holz oder Kunststoff. Alle haben ihre Vor- und Nachteile.
  • Beim Kauf sollte man Material und Preis auch auf Belüftung, Dachform, Tür und Einsatzzweck schauen.
  • Je nach Bundesland und Bebauungsplan kann eine Baugenehmigung erforderlich sein.
  • Für den Aufbau eines Geräteschuppens sind mindestens 2 Personen von Vorteil.

 

2. Material: Gerätehaus aus Metall, Holz oder Kunststoff?

In Bezug auf das Material werden im Handel drei unterschiedliche Geräteschuppen angeboten: Metall (Stahlblech oder Aluminium), Holz und Kunststoff. Wir haben uns Gedanken gemacht, welches Material sich für uns eignet. Folgende Tabelle sollte euch bei der Auswahl helfen:

Pro Contra
Metallgerätehaus:
  • Robust
  • Preiswert
  • Moderne Optik
  • Wartungsfrei
  • wetterfest
  • Schlechte Isolierung
  • Ungemütlich
  • Rostgefahr
  • Schlecht anpassbar
Holzgerätehaus:
  • Natürliche Optik
  • Preiswert
  • Langlebig
  • Robust
  • leicht individuell anpassbar
  • nicht witterungsbeständig
  • pflegebedürftig
Kunststoffgerätehaus:
  • einfache Montage
  • pflegeleicht
  • Aufstellung ohne Fundament möglich
  • Fault und rostet nicht
  • Künstliche Optik
  • Bei Reinigung Kratzer möglich

Nachdem wir alle Vor- und Nachteile abgewogen hatten, stand unsere Entscheidung fest: Es sollte ein Metallgerätehaus werden. Wir wollten dort Gartenwerkzeuge und Gartengeräte wie Rasenmäher aufbewahren, so dass diese vor der Witterung geschützt sind. Es sollte optisch modern wirken und es war uns nicht wichtig, dass es gemütlich ist, da wir darin nicht verweilen wollten. Ein Kunststoffgerätehaus wirkt uns zu künstlich. Holz hat den Nachteil, dass es ständig gepflegt werden will.

3. Metallgerätehaus günstig kaufen: Worauf achten und wie hoch ist der Preis?

Wer einen Geräteschuppen kaufen möchte, muss nicht nur auf das Material achten. Es gibt weitere Kaufkriterien, die wir berücksichtigt haben. Dazu zählen:

  • Fundament: Das Fundament ist wichtig, um den Geräteschuppen stabil aufzubauen. Wer das Fundament schlecht aufbaut, hat bereits nach wenigen Jahren keinen Spaß mehr am Gerätehaus. Denn dann verziehen sich z.B. die Türen bzw. Wände. Des Weiteren muss es am Boden fixiert werden, um bei Sturm stabil zu stehen. Während bei kleinen Gerätehäusern ein ebener und verdichteter Bodengrund ausreicht, muss es bei einem größeren Geräteschuppen bereits eine Betonplatte oder Pflaster sein. Hier bieten die Hersteller der Metallgerätehäuser auch alternative Befestigungsmöglichkeiten – wie etwa Bodenanker.
  • Größe: Welche Größe das Metallgerätehaus haben soll, hängt vom Einsatzgebiet und der zur Verfügung stehenden Fläche im Garten ab. Bei uns sollten Rasenmäher, Hochdruckreiniger, Kompressor, Gartenschlauch, Schaufeln, Schlitten und (vorerst) zwei Fahrräder im Winter Platz finden. Des Weiteren wollten wir auch kleine Gartenwerkzeuge, Schaufeln, Rechen, Töpfe und alles was sonst im Garten notwendig ist im Schuppen unterbringen. Für uns optimal erwies sich eine Größe von 2,5 x 2,5 Metern.
  • Belüftung: Eine ausreichende Belüftung ist nicht nur notwendig, um selbst darin Luft zu bekommen. Viel wichtiger ist, dass die Gerätehäuser nicht von Schimmel befallen werden. Es muss daher im Gartenhaus Belüftungsmöglichkeiten geben. Das können Fenster oder luftdurchlässige Gitter sein. Diese müssen auch bei der Inneneinrichtung frei von Regalen oder anderen Gegenständen bleiben.
  • Dachform: Bei der Dachform von Geräteschuppen gibt es drei unterschiedliche Arten. Die klassische Dachform ist das Satteldach. Es ist in der Mitte am höchsten und läuft da spitz zu. Regen und Schnee werden hier optimal zu den Seiten abgeleitet. Pultdächer fallen zu einer Seite ab. Sie leiten Schnee und Regenwasser ebenfalls gut ab. Im Inneren hat man im gesamten Raum eine angenehme Höhe. Flachdächer sehen modern aus. Sie sollten aber stabil aufgebaut sein, um Regen und Schnell optimal ableiten zu können. Übrigens: Die Dachform lässt sich bei einem Holzschuppen nachträglich noch ändern.
  • Tür: Metallgerätehäuser können Schiebe- oder Schwenktüren haben. Während Schwenktüren nach außen Platz haben sollten, nehmen Schiebetür nach Innen hin Platz weg. Das sollte beim Kauf beachtet werden. Des Weiteren war es uns wichtig, dass wir Doppeltüren haben, um bequem Rasenmäher und Fahrräder durch die Öffnung zu bekommen. Ob Schiebetür oder Schwenktür besser sind, hängt vom Standort und dem Platz ab.
  • Licht: Am Tag sollte genügend Licht im Metallgerätehaus sein. Fenster lassen zwar genug Licht hindurch, allerdings geht auch Stellfläche verloren. Hier muss aus meiner Sicht eine andere Lösung her.
  • Preis: Preislich sind Geräteschuppen aus Metall sehr unterschiedlich. Während die günstigen Metallgerätehäuser bereits 100 bis 300 Euro kosten, kann es je nach Material und Größe bis zu 1.500 Euro und bei Premium-Häusern sogar bis 3.000 Euro werden. Unserer Meinung nach sollte beim Gerätehaus nicht gespart werden, da der Metall-Geräteschuppen mehrere Jahre Zuhause stehen bleiben soll und man seine Garten-Elektrogeräte an einen sicheren und geschützten Ort lagern möchte.

4. Geräteschuppen aus Metall im Vergleich

Bei der Recherche nach Metallgerätehäusern, sind bei uns drei Modelle in die enge Auswahl gekommen.

4.1 Modell 1: Juskys Metall Geräteschuppen Gerätehaus XL mit Satteldach in anthrazit

Bei dem Metallgerätehaus von Juskys handelt es sich um das günstigste Modell für unter 300 Euro. Doch hier erstmal die Highlights:

Juskys Metall Geräteschuppen Gerätehaus

Juskys Metall Geräteschuppen Gerätehaus

  • Feuerverzinktes Stahlblech inkl. Metall
  • Zweigeteilte Schiebetür (96 cm breit)
  • 4 Belüftungsöffnungen
  • Keine Fenster
  • Satteldach
  • Breite: 277 cm, Tiefe: 181 cm, Höhe: 192 cm (höchste Stelle)

4.2 Modell 2: Global Industries Metall Gerätehaus 10×8

Der Metallgeräteschuppen von „Global Industries“ ist etwas teurer, hat dafür aber auch eine stabilere Konstruktion und die bessere Lackierung. Es ist mit etwa 500 Euro etwas teurer als das erste Modell. Die wichtigsten Merkmale sind:

Global Industries Metall Garten Gerätehaus

Global Industries Metall Garten Gerätehaus

  • Belüftung im Giebel
  • Galvanisch verzinktes Stahlblech mit 5-schichtiger Lackierung
  • Innenliegende Schiebetür (105 cm breit)
  • Ohne Boden
  • Ohne Fenster
  • Breite: 295 cm, Tiefe: 237 cm, Höhe: 203 cm (höchste Stelle)

4.3 Modell 3: Biohort Highline H4

Biohort hat mit dem Highline H4 ein richtiges Premium-Metallgerätehaus aus Österreich. Es ist mit Abstand die teuerste Variante, die wir im Auge hatten. Dafür winken aber auch 20 Jahre Garantie auf Korrosion und eine ansprechende Optik sowie ein umlaufendes Lichtband für ausreichend Licht am Tag. Preislich liegt die Variante mit Doppeltür aber bei knapp 2.800 Euro. Dennoch eine Investition die sich lohnt wie die Highlights zeigen:

Biohort Highline Produktbild

Biohort Highline Produktbild

  • Feuerverzinktes polyamid-einbrennlackiertes Stahlblech
  • Regalböden, Regalsteher, Gerätehalter und Werkzeughalter bereits enthalten
  • Dachrinne integriert
  • Doppeltür (Schwenktur mit Gasdruckfeder, 155 cm breit)
  • Umlaufendes Lichtband
  • Ohne Boden
  • Ventilationskiemen
  • Diverse Farben: grau, dunkelgrau-metallic, silver-metallic
  • Breite: 252 cm, Tiefe: 252 cm, Höhe: 222 cm (Traufhöhe)

Insgesamt war die Entscheidung für uns nicht leicht. Das Biohort Metallgerätehaus ist sicherlich eines der teuersten auf dem Markt. Dennoch überwiegen für uns die Vorteile, weshalb wir uns für das Gerätehaus entschieden haben.

5. Brauche ich eine Baugenehmigung für ein Gartenhaus?

Baugenehmigung (Bauantrag genehmigt)

Baugenehmigung (Bauantrag genehmigt)

So ein Gartenhaus kann ganz schön arbeits- und kostenintensiv sein. Damit es nach dem Aufbau nicht gleich abgebaut werden muss, sollte geklärt sein, ob die Errichtung genehmigungsfrei ist oder eine Baugenehmigung vorliegen muss. Es gilt daher noch vor dem Kauf sich zu informieren und Vorschriften zu lesen. Da jedes Bundesland in Deutschland eigene Regelungen hat, werde ich hier nicht näher drauf eingehen. Zu prüfen gilt es aber a.) ab welchem Raumvolumen eine Baugenehmigung vorliegen muss und b.) wie hoch die versiegelte Fläche (siehe GRZ) bei euch auf dem Grundstück sein darf und c.) ob Grenzabstände eingehalten werden müssen. Es bedarf daher eines Blicks in den Bebauungsplan und notfalls würde ich mir es schriftlich vom Bauamt bestätigen lassen, dass das Gartenhaus in der Größe aufgebaut werden kann. Ist das Gartenhaus nahe an einer Grundstücksgrenze, sollte man sich schriftlich die Einverständniserklärung des Nachbarn holen. Beachtet man die Regelungen nicht, so droht zum einen ein Bußgeld und zum anderen sogar der Rückbau des Gartenhauses.

6. Metallgerätehaus kaufen: Wo am besten?

Screenshot: Biohort Highline H4 bei OBI

Screenshot: Biohort Highline H4 bei OBI

Wo kaufen wir unser Metallgerätehaus? Es gibt im Grunde drei Möglichkeiten für den Kauf: Baumarkt, Gartenfachgeschäft oder das Internet. Während des beim Gartenfachgeschäft die beste Beratung gibt, ist dort meist das Angebot am teuersten. Für die Biohort-Häuser gibt es sowohl online als auch im Baumarkt vor Ort die gleichen Preise. Wir haben uns dennoch für den Online-Kauf entschieden, weil wir das Haus geliefert bekommen, die Auswahl besser ist und wir außerdem ein zweiwöchiges Widerrufsrecht haben.

Hinweis: Ob ihr das Haus direkt beim Hersteller in Österreich oder im Baumarkt-Online kauft ist übrigens egal. Die Preise sind gleich und da ich lieber einen Händler aus Deutschland als Vertragspartner habe, haben wir beim Online-Shop eines bekannten Baumarkts gekauft.

Biohort Highline H4 kaufen: Meine Empfehlung für einen Online-Shop – Lieferung schnell und unkompliziert. Versandkostenfrei nach Hause.

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7. Geräteschuppen selber bauen: Aufbau eines Metallgerätehauses

Nach der Online-Bestellung wurden mir wenige Tage später 5 Pakete geliefert. Bereits beim Auspacken merkt man, dass man sich hier Mühe gegeben hat. Jedes Paket wurde einer Qualitätskontrolle unterzogen. Stimmt etwas nicht, so kann man die Kontrollnummer dem Hersteller mitteilen und erhält Ersatzartikel. Bei uns fehlte z.B. ein REGALSTEHER 1850 mm, der uns dann unverzüglich nachgeliefert wurde. Optimal ist die Aufbauanleitung. Die ist nicht nur farbig, sondern sehr detailliert. Hier gibt es nicht nur Vorschläge für das Fundament, sondern den Lieferumfang mit Bildern. Nun möchte ich euch aber beschreiben, wie ich das Biohort Highline H4 aufgebaut und welche Erfahrungen ich gesammelt habe.

Biohort Highline H4 verpackt

Biohort Highline H4 verpackt (inkl. Qualitätskontrolle)

7.1 Untergrund vorbereiten: Fundament für den Metallgeräteschuppen

Das Fundament ist für euren Biohort Highline Metallgeräteschuppen wichtig. Der Hersteller selbst zeigt in der Anleitung drei Varianten:

  1. Biohort Fundament: Alu-Bodenplatte

    Biohort Fundament: Alu-Bodenplatte

    Bodenanker, Bodenrahmen mit XPS-Platten und Alu-Bodenplatte: Hier braucht ihr den separat erhältlichen Bodenrahmen, der über einen Z-Winkel mit einem Bodenanker fest mit dem Boden verankert wird. Die Alu Bodenplatte H4 kostet ca. 600 Euro. Dazu kommt der Alu-Bodenrahmen H4 für 209 Euro und dann noch die XPS-Platten für ca. 45 Euro. Macht insgesamt dafür etwa 850 Euro. Ganz schön teuer.

  2. Biohort Fundament: Betonplatten

    Biohort Fundament: Betonplatten

    Betonplatten und Bodenrahmen: Die Betonplatten kosten bei der H4-Fläche etwa 130 Euro. Dazu kommt der H4-Bodenrahmen für 209 Euro. Macht insgesamt ca. 340 Euro – schon besser. Hier gefällt mir aber die Oberfläche aus Betonplatten nicht. Wir haben sonst überall Keramikplatten verlegt, die im Gegensatz zu Betonplatten (5 cm) nur 2 cm stark sind.

  3. Biohort Betonfundament

    Biohort Betonfundament

    Betonfundament: Die wahrscheinlich günstigste Variante ist es auf einem Schotterbett ein Betonfundament (Betonplatte) herzustellen. Die Bodenplatte könnte man dann so lassen oder alternativ z.B. darauf Fliesen verlegen.

Wichtig: Damit der Metallgeräteschuppen nicht beim ersten Schuppen beim Nachbarn landet, muss dieser fest verankert werden.

Gewählt habe ich den gleichen Untergrund wie bei unserer Terrasse. Auf 10 cm verdichtetes Mineralgemisch folgt Drainagemörtel und darauf werden Keramik-Terrassenplatten geklebt. So haben wir überall den gleichen Bodengrund. Keramik-Terrassenplatten lassen sich gut reinigen, sind farbbeständig und extrem robust. Es ist dabei zu achten, dass Niederschlagswasser nicht unter den Bodenprofilen in das Gerätehaus eindringen kann. Daher habe ich die Keramik-Terrassenplatten 2 cm höher gelegt.

Metallgerätehaus Fundament vorbereiten

Metallgerätehaus Fundament vorbereiten: Hier wurde Mineralgemisch verdichtet

Biohort Highline Keramikplatten

Biohort Highline Keramikplatten auf Drainagemörtel als Untergrund

Tipp: Bereits beim Fundament an Abwasser und Elektrik denken!

7.2 Weitere Vorbereitung: Abwasser und Elektrik

Bereits vor Anlegen des Fundaments solltet ihr Elektrik und Abwasser vorbereiten. Das Regenfallrohr kann beim Biohort Highline H4 auf der vorderen Seite oder links und rechts an der Rückseite platziert werden. Ich hatte daher gleich 50er KG-Rohre in die hinteren Ecken gelegt, um das anfallende Regenwasser vom Dach in die Kanalisation abzuleiten. Ein Erdkabel habe ich ebenfalls in eine Ecke des Fundaments gelegt. Hier wollte ich später von Innen durchbohren.

Biohort Highline Untergrund

Biohort Highline Untergrund vorbereitet: Strom und KG-Rohre sind verlegt

7.3 Lieferumfang vom Biohort Highline H3

Um den die einzelnen Teile vom Metallgeräteschuppen nicht schon beim Aufbau unnötig zu zerkratzen, würde ich euch empfehlen Malervlies drunter zu legen. Folgenden Inhalt haben die Pakete:

  • Paket 1: Türpaket
  • Paket 2: Seitenwandpaket
  • Paket 3: Profilpaket
  • Paket 4: Dach-Blechpaket
  • Paket 5: Dach-Profilpaket

Alle Einzelteile sind gut verpackt. Die Bleche wurden in Schaumstofffolie gepackt und in meinem Fall waren weder Teile verkratzt, noch verbogen oder anderweitig beschädigt. Die Kleinteile wie Schrauben und Muttern (Schraubenpaket) sind einzeln verpackt. Für mehr Übersicht habe ich die einzelnen Tütchen beschriftet.

Biohort Highline Schraubenpaket

Biohort Highline Schraubenpaket

Arbeitshandschuhe

Arbeitshandschuhe mit im Lieferumfang bei Biohort

Positiv anzumerken sind beim Lieferumfang vor allem die mitgelieferten Arbeitshandschuhe, der Lackstift und die Anleitung. Die Arbeitshandschuhe würde ich auf jeden Fall nutzen, um a.) sich nicht unnötig zu schneiden und b.) keine fettigen Fingerabdrücke auf der hellen Seite der Bleche zu hinterlassen. Die Anleitung ist farbig und sehr gut. Jeder einzelne Schritt ist beschrieben. Es steht immer dabei welche Schrauben und Teile benötigt werden. Noch einfacher geht es kaum. Gut finde ich auch, dass ein Lackstift dabei ist. Sollte man eines der Bleche im Laufe der Zeit zerkratzen, kann man gleich mit dem mitgelieferten Stift die Stelle behandeln. Das sieht dann nicht nur wieder gut aus, sondern schützt auch vor Korrosion.

7.4  Aufbau vom Gerätehaus nach Anleitung

Kommen wir zum Aufbau vom Metallgerätehaus Biohort Highline H4. Ich habe einen halben Tag zusammen mit meinem Nachbarn aufgebaut. Eine zweite Person würde ich empfehlen, um zumindest Seitenwände, Rückwand und Türwand miteinander zu verschrauben. Den Rest schafft man auch gut alleine.

Los geht es zunächst mit der Rückwand, Seitenwand und Türwand. Ich habe die einzelnen Wände mit entsprechenden Profilen verschraubt.

Biohort Highline Rückwand

Biohort Highline Rückwand

Biohort Highline Türwand

Biohort Highline Türwand

Anschließend werden die Wände aufgestellt und miteinander verschraubt.

Biohort Highline Wände verschrauben

Biohort Highline Wände verschrauben

Im nächsten Schritt ziehe ich die Schutzfolie von den Acrylglasscheiben und baue die Lichtbänder auf. Dazu die speziellen Dachstützen verwenden. Auf die Lichtbänder werden Profile geschraubt, die wichtig für die Dachbleche sind.

Biohort Highline Dachprofile

Dachprofile zur Fixierung der Acryl-Glasscheiben angeschraubt

Biohort Highline Lichtband

Biohort Highline Lichtband: Sieht schon jetzt edel aus

Jetzt wird es Zeit das Metallgerätehaus rechtwinkelig einzurichten. Dazu die Diagonalen messen. Diese müssen die gleiche Länge haben.

Diagonale im Gartenhaus messen

Diagonale im Gartenhaus messen

Für den nächsten Arbeitsschritt brauche ich eine Leiter, um die einzelnen Trapezbleche (Dacheindeckung) von hinten nach vorne auf den Schuppen zu schrauben. Ich verwende hierfür die mitgelieferten Spenglerschrauben.

Biohort Highline Dachstütze

Biohort Highline Dachstütze

Biohort Highline Dachbleche anbringen

Dachbleche anbringen

Nun werden von außen die Dachrinnen-Profile angeschraubt.

Biohort Highline Dachrinnen Profile

Biohort Highline Dachrinnen Profile

Biohohrt Highline Dachrinnen Ecken

Ecken für Dachrinnen

Für die Doppeltür gibt es ein Türpaket. Enthalten sind unter anderem Schließzylinder, Gasdruckfedern, Türgriff- und Türknauf. Der Einbau ist einfach. Die Tür muss anschließend ausgerichtet werden.

 

Biohort Zubehör für Doppeltür

Biohort Zubehör für Doppeltür

Biohort Highline Doppeltür einhängen

Biohort Highline Doppeltür einhängen

Gasdruckfedder hält die Biohort-Doppeltür

Gasdruckfedder hält die Biohort-Doppeltür

Profilzylinder für Geräteschuppentür

Profilzylinder für Geräteschuppentür

Biohort Doppeltürgriff

Biohort Doppeltürgriff

Nun wird das Metallgerätehaus rechtwinklig ausgerichtet. Anschließend habe ich alle Schraubverbindungen fest angezogen und die Dachwölbung hergestellt.

Dachwölbung herstellen beim Metallgerätehaus

Dachwölbung herstellen beim Metallgerätehaus

Für eine feste Verankerung des Geräteschuppens schlägt Biohort 10er Dübel vor. Da Keramik-Terrassenplatten extrem hart sind, kommt ihr mit einem normalen Steinbohrer nicht durch. Ich habe mir daher eine spezielle Diamant Bohrkrone für Fliesen (10er) hier besorgt und das Bodenprofil fest mit dem Fundament verschraubt.

Diamant Bohrkrone für den Winkelschleifer

Diamant Bohrkrone für den Winkelschleifer

Biohort Highline Verankerung im Boden

Biohort Highline Verankerung: Dübel und Schrauben

Dann habe ich mit einer weiteren Diamant-Bohrkrone noch von innen nach außen durchgebohrt, um das Erdkabel einzuführen. Im Metallgerätehaus habe ich eine LED-Feuchtraumleuchte mit Lichtschalter angebracht und zwei Steckdosen, um die Akkus meines Rasenmähers aufzuladen.

Loch bohren für das Erdkabel

Loch bohren für das Erdkabel

Erdkabel in das Biohort Highline einführen

Erdkabel in das Biohort Highline einführen

Jetzt geht es an die Inneneinrichtung. Installiert habe ich ein Regale-Set, Werkzeughalter, Gerätehalter und Fahrradhalter.

 

Zuletzt werden noch die Regenfallrohre installiert. Statt hier das teure Biohort-Regenfallrohre-Set zu kaufen (60 Euro), habe ich günstige HT-Rohre (DN-50) mit entsprechenden Reduzierungen gekauft. Es kann auch ein 1“-Schlauch angeschlossen werden.

Biohort Metallgeräteschuppen mit Fahrradhalter

Biohort Metallgeräteschuppen mit Fahrradhalter

8. Fazit: Erfahrungen mit dem Biohort Highline Geräteschuppen

Aufgebaut hatte ich den Biohort Highline Geräteschuppen bereits November 2016, so dass ich bereits erste Erfahrungen damit sammeln konnte. Optisch sieht es wie neu aus. Die Gasdruckfedern der Türen funktionieren nach wie vor wie am ersten Tag. Die Doppeltür hat sich nicht verstellt (das hat man bei Holztüren häufig).

Metallgerätehaus Biohort Highline

Metallgerätehaus Biohort Highline: Fertig aufgebaut.

Biohort Highline: Hier der Metall-Geräteschuppen mit Doppeltür

Biohort Highline: Hier der Metall-Geräteschuppen mit Doppeltür

Ich habe auf einer Seite des Geräteschuppens ein Stahlschwerlastregal gestellt, um alles Wichtige für den Garten einzuräumen. Des Weiteren lagern wir hier auch unsere Fahrräder den Winter über ein.

Wenn ich an den Geräteschuppen von Biohort denke, dann denke ich gleich an Premium-Qualität, einen einfachen Aufbau, das Lichtband und die tolle Optik.

Würde ich das Metallgerätehaus erneut kaufen? Ja! Ich kann es trotz des hohen Preises nach wie vor empfehlen. Wenn man sich die Bewertungen zu anderen Metallgerätehausern durchließt, so beklagen diese bereits Rostansätze nach nur zwei Jahren. Das kann nur an der mangelhaften Lackierung liegen. Biohort verwendet hochwertiges Stahlblech mit einer dicken Zinkschicht von 150 g/m² und einer zusätzlichen Einbrennlackierung mit Polyamid bzw. Polyester. Ich hoffe, dass ich noch viele Jahre damit Spaß haben werden.

Weiterführende Links zum Thema:


Wie geht es weiter? In Zukunft möchte ich noch eine Dachisolierung mit glatten XPS-Platten (3 cm) einbringen, um die Temperatur im Hochsommer etwas zu senken. Auch hierfür hat Biohort bereits Vorbereitungen getroffen.

An dieser Stelle würden mich eure Erfahrungen mit Geräteschuppen interessieren. Habt ihr bereits Metallgerätehäuser aus Metall oder Holz aufgebaut? Welche Anschaffung plant ihr und warum?

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Konstantin Matern
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Konstantin Matern

Bauherr & Heimwerker bei Hausbauen24.eu
Konstantin (Jahrgang 1984) lebt bei Hannover und ist seit 2013 Gründer und Autor dieser Webseite. Zusammen mit seiner Frau Anna und mit Unterstützung von Familie und Freunden hat er sich sich bereits sein erstes Traumhaus gebaut. Er hat nicht nur beim Hausbau eine Menge Eigenleistungen eingebracht, sondern ist auch im Alltag handwerklich sehr geschickt. Seine Stärke sind technische Dinge.
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