Grabenkollektor: PE HD-Rohre für unsere Erdwärmeheizung verlegt

Im Februar schrieb ich noch im Beitrag „Luft-/Wasser-Wärmepumpe: Was spricht für und gegen die Heizung?“ über Luftwasserwärmepumpen und dass eine davon bei uns zum Einsatz kommt. Mittlerweile hat sich aber einiges geändert. Je mehr ich mich damit auseinander gesetzt habe, desto unsicherer wurde ich. Einige der Kritikpunkte (Lärmbelästigung & höherer Stromverbrauch & Investitionskosten) in meinem Beitrag haben mich dazu gebracht von der Luft-Wasser-Wärmepumpe Abstand zu halten. Daher haben wir uns jetzt für eine Sole-Wärmepumpe mit einem Grabenkollektor und damit für Erdwärme entschieden. Warum?

Wie wir auf den Grabenkollektor aufmerksam wurden…

Im letzten Artikel zu Luftwärmepumpen schrieb ich noch, dass eine Erdwärmepumpe (Sole-WP) für uns nicht in Frage kommt, weil unser Grundstück mit 525 m² zu klein dafür wäre bzw. eine Tiefenbohrung nicht wirtschaftlich. Eine Faustformel sagt bei Erdkollektoren und gut gedämmten Neubauten, dass für den Erdkollektor im Garten mindestens das doppelte der Wohnfläche vorhanden sein muss. Bei uns wären das bei einer Wohnfläche von etwa 160 m² rund 320 m² Fläche, die wir im Garten für einen Erdkollektor haben müssten. Diese Fläche müsste unversiegelt sein und bleiben – darf also nicht bebaut und bepflastert sein. Bei der Recherche nach geeigneten Luft-/Wasser-Wärmepumpen bin ich dann zufällig auf den Grabenkollektor gekommen. Mit ihm ist es möglich auch bei kleineren Grundstücken dem Erdreich genügend Wärme zu entziehen und das Haus zu beheizen.

Der Ringgrabenkollektor

Vorteile gegenüber der Luft-/Wasser-Wärmepumpe
  • Kein lautes Außengerät
  • effizienter
  • günstigere Anschaffungskosten

Der Vorteil des Ringgrabenkollektors ist, dass im Vergleich zum Flächenkollektor die Erdbewegung sehr viel geringer ist. Mit etwas Eigenleistung ist es möglich bei einem Einfamilienhaus für eine Wärmepumpe mit Grabenkollektor auf Kosten unter 12.000 Euro zu kommen. Das günstigste Angebot für die Installation einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe lag bei uns bei 13.000 Euro (Daikin-Wärmepumpe). Die vom Heizungsbauer ausgerechnete Jahresarbeitszahl (JAZ) lag bei 3,2. Sole-Wärmepumpen mit Ringgrabenkollektor erreichen häufig JAZ von 4,5 und höher. Damit ist der Ringgrabenkollektor eine effiziente und kostengünstige Variante Erdwärme zu nutzen.

Hinweis

Der Grabenkollektor lohnt sich wirtschaftlich übrigens nur, wenn man selbst baggert und die Rohre verlegt. Ich hatte mir von einem Erdbauer ein Angebot eingeholt. Er hätte 6.000 Euro für die Baggerarbeiten genommen, weil nach Aushub abgerechnet wird. Die Rohre müssten wir aber immer noch selbst verlegen. Besser wäre es einen Pauschalpreis zu vereinbaren oder nach Stunden abzurechnen – oder aber selbst zu baggern. Da der Onkel meiner Frau auch auf der Arbeit baggert, hat er einen großen Teil übernommen. 2 Tage ist dann der Nachbar eingesprungen (arbeitete im Tiefbau). Beide haben das super gemacht – danke dafür!

Vom Prinzip her werden PE HD-Rohre in einem etwa 1,50m bis 1,80m tiefen und 1,50m breitem Graben „slinky“ („Slinkys“ sind Schlaufen) verlegt. Der Graben selbst ist 40 bis 100 Meter lang. In den Rohren fließt mit turbolenter Strömung ein Frostschutz-Wasserkonzentrat, welches von der Wärmepumpe auf höherere Temperaturen gebracht wird. Je nach Heizlast werden 1 bis 4 Rohre mit 300 Meter Länge verbuddelt. Bei uns waren es 2 Rohre.

Ringgrabenkollektor

Ringgrabenkollektor

Vorbereitungen zum Grabenkollektor

1. Heizlastberechnung

Heizlastberechnung

Heizlastberechnung ergab bei uns eine Heizlast von 6,2 kW

Bevor man so ein Projekt angeht, sollte immer (und das auch bei anderen Wärmepumpen) eine Heizlastberechnung erfolgen. Am besten ihr lasst so etwas extern und nicht von eurem Bauträger oder Heizungsbauer erstellen. Bei Heizlast.de ist das z.B. gegen eine Gebühr von knapp 200 Euro (je nach Raumanzahl) möglich. Dafür wisst ihr aber dann welche Heizlast euer Gebäude hat und könnt euch gleich für eure Räume die Verlegeabstände der Fußbodenheizung berechnen lassen.

2. Informationen zum Ringgrabenkollektor

Informationen zum Grabenkollektor gibt es auf folgenden Webseiten:

Haustechnikdialog.de
Wärmepumpen-Verbrauchsdatenbank.de

Auf Haustechnikdialog.de findet ihr im Forum alle wichtigen Informationen zum Grabenkollektor. Außerdem gibt es viele Tipps aus der Praxis. Mir hat es sehr geholfen die Beiträge zu lesen. Hilfestellungen geben vor allem die User Bernd_K, crink und fdl1409.

3. Grabenplanung

Grabenplanung

Grabenplanung – Die Theorie

Im nächsten Schritt gilt es den Graben zu planen. Hierbei erweist sich das Ringgrabentool von Waermepumpen-Verbrauchsdatenbank.de als sehr hilfreich. Mit dem Tool sollte ein Graben auf dem Grundstück erstellt werden bei dem die Sole-Eingangstemperatur im grünen Bereich liegt und ausreichend Wärme für die Sole-WP liefert. Am besten ist es, wenn der Graben noch vor der Bodenplatte und den anderen Erdarbeiten durchgeführt wird. Denn der Erdaushub ist nicht einem 1,8 Meter tiefen und 2 Meter breitem Graben nicht zu unterschätzen – vor allem wenn abgeböscht wird. Bei uns stand die Bodenplatte bereits. Daher gab es bei uns nur die Möglichkeit den Aushub bei den Nachbarn zwischen zu lagern. Da beide Nachbarn damit einverstanden waren (vielen Dank dafür!) konnte das Grabenkollektor-Projekt starten.

4. Rohrplanung

Hierbei hat mir Bernd_K aus dem Haustechnikdialog-Forum geholfen. Das PE-Rohr ist 300 Meter lang. Nur wenn die Slinkies richtig berechnet sind, kommt man mit dem Rohr am Ende auch wieder am Hauswirtschaftsraum an. Bei uns hat die Berechnung sehr gut gepasst. Lediglich die letzten beiden Slinkies mussten wir etwas anpassen. Meine Befürchtung war, dass die Rohre nicht bis zum Hauswirtschaftsraum reichen. Das wäre fatal, da wir abschnittsweise gearbeitet haben und der Teil hinter uns immer wieder verfüllt wurde. Am Ende hat aber alles gepasst.

5. Einkaufs-/Bestellliste

Bagger: Wir hatten einen 3,8 Tonnen Kompaktbagger mit 80er Tiefenlöffel und 150er Grabenräumwanne. Bei uns sollte es wegen des stehenden Rohbaus nicht größer sein. Sonst lieber einen größeren Bagger nehmen. Der Baggerfahrer sollte erfahren sein. Zwischendurch habe ich auch gebaggert – es dauert aber seine Zeit bis man den Dreh raus hat und das Feingefühl fehlt dennoch. 😉

Mietkosten: ca. 1.000 Euro (inkl. Benzin + Versicherung)

PE HD-Rohre: 300 Meter lange PE-Rohre (32×2,9mm) gibt es nicht überall. Bei der HDG Umwelttechnik GmbH (hdg-gmbh.de) kann man diese aber bestellen. Sie werden in wenigen Werktagen nach Zahlungseingang geliefert. Wichtig ist, dass die Rohre den Zusatz „RC“ – Resistance to Crack – haben. Diese sind deutlich robuster und müssen auch nicht in einem Sandbett verlegt werden.

Kosten: ca. 750 Euro

Sole-Verteiler: Die gibt es günstig bei Yatego. Es müssen 2 Sole-Verteiler im HWR installiert werden an denen das warme und kalte Ende des Grabenkollektor mit der Sole-Wärmepumpe verbunden wird.

Kosten: 99 Euro + Versandkosten

PE-Rohr-Schweißgerät: Einen Knick handelt man sich in ein PE-Rohr schnell ein. Wenn am Wochenende gebaggert wird, ist das sehr ärgerlich, weil ein ordentliches Schweißgerät nicht so leicht aufzutreiben ist. Bei HDG habe ich sicherheitshalber eins gemietet. Gebraucht haben wir es nicht.

Mietkosten: 45 Euro + Versandkosten

Schmutzwasserpumpe: Ohne Schmutzwasserpumpe wäre es bei 1 Meter tiefem Grundwasser nicht möglich gewesen die PE-Rohre zu verlegen. Diese schwimmen nämlich immer oben. Ich habe mir daher eine Gardena Tauchpumpe zugelegt (diese hier), die man bei einem Eigenheim immer gebrauchen kann.

Kosten: 99 Euro + Versandkosten

Kabelbinder: 1.000 Stück Kabelbinder kosten bei eBay 20 Euro. Mit ihnen werden die Slinkies befestigt.

Kosten: 19,90 Euro + 3,90 Euro Versandkosten

Absperrband: Mit gelb/schwarzem Absperrband markiert man 30 bis 50 cm oberhalb der PE-Rohre für spätere Erdarbeiten die Verlegung der Rohre. Bei eBay kosten 200 Meter knapp 6 Euro.

Kosten: 5,50 Euro + 4,90 Euro Versandkosten

PE-Rohre verlegen – meine Erfahrungen & Tipps

  • Grabenkollektor-Team

    Grabenkollektor-Team: 3 Freunde, Baggerfahrer + ich (hinter der Kamera)

    Freunde organisieren! Wochen vorher habe ich bereits Freunde um Hilfe am Wochenende gebeten. Es sollten Personen sein, die durchgehend 3 oder besser 4 Tage helfen und auch anpacken können. Im Forum ließt man zwar häufig, dass man bereits mit 2 Personen + Baggerfahrer die PE-Rohre verlegen kann, aber wir waren immer zu dritt oder zu viert im Graben. Mit entsprechender Anzahl an Personen lassen sich die anfangs schweren 300 Meter langen PE-Rohre besser handhaben.

  • Grabenarbeiten: Graben abböschen

    Grabenarbeiten: ohne den Graben abzuböschen brachen uns die Wände ein

    Graben abböschen: Zu Beginn gab es erst mal einige Rückschläge. Der Graben ist uns mehrmals eingebrochen. Teilweise mussten wir einen Schritt zur Seite machen, um nicht vom Erdrutsch erfasst zu werden. Die Gefahr blieb zwar überschaubar, allerdings war es sehr mühselig von Hand die Erdmassen wieder freizuschaufeln – oft wurden die Rohr-Rolle oder bereits verlegte Slinkies begraben. Das hat am Anfang viel Zeit gekostet. Nach dem ersten Abschnitt haben wir begonnen den Graben im oberen Teil abzuböschen und es lief deutlich besser. Ab 1,75 Meter Tiefe sollten die Gräben voll abgeböscht werden. Ab 1,50 Meter Tiefe zumindest im oberen Bereich.

  • Baggerarbeiten für Grabenkollektor

    Das war unser 2. Bagger

    Ordentlichen Bagger mieten! Nicht nur der Baggerfahrer sollte erfahren sein. Der gemietete Bagger sollte eine entsprechende Größe haben, damit man schnell voran kommt. Oft haben wir auf den Bagger bzw. Aushub gewartet, um Rohre verlegen zu können. Wir hatten einen 3,8 Tonnen Bagger mit einer Tiefenschaufel (80 cm) und einer hydraulisch regelbaren Grabenräumwanne (150 cm).

  • Rohrverbrauch kontrollieren! Wir haben den Graben in Abschnitte eingeteilt. Da auf den PE-Rohren die Längen gekennzeichnet sind, wussten wir nach jedem Abschnitt immer genau wie viele Meter Rohr wir verbraucht haben mussten. So hatten wir für einen Vergleich immer den aktuellen Stand und konnten gegebenenfalls anpassen.
  • Latten für Grabenkollektor

    Latten für Grabenkollektor auf Länge gebracht

    Dachlatten auf Länge bringen! Damit man im Graben nicht ständig mit einem Zollstock hantieren muss, habe ich mir vorab Dachlatten zurecht gesägt und beschriftet. So wussten wir mit einem Handgriff, ob der Graben tief genug und die Slinkies die richtigen Abstände und Durchmesser haben. Das würde ich immer empfehlen.

  • Die richtige Grabentiefe! Damit der Graben immer gleich tief bleibt, haben wir einen Pflock zu beginn an der Bodenplatte ausgerichtet und dann weitere Pflöcke im Graben mit einer 3 Meter langen Wasserwaage entsprechend in der gleichen Tiefe versenkt. So wusste der Baggerfahrer immer welche Tiefe der Graben haben soll. Wenn bereits die Erde vorher überall eben ist, kann man natürlich einfach von der Oberkante nach unten messen.
  • Schmutzwasserpumpe wegen des hohen Grundwassers

    Ohne Schmutzwasserpumpe hätten wir das Projekt wegen des hohen Grundwassers nicht realisieren können

    Schmutzwasserpumpe organisieren! Vor dem eigentlichen Baggerwochende würde ich probeweise ein Loch schaufeln, um a.) Bodenbeschaffenheit und b.) Grundwasserpegel kontrollieren. Bei uns war das Grundwasser bei etwa einem Meter. Daher habe ich eine Schmutzwasserpumpe gekauft und beim Verlegen oft genutzt. Am nächsten Tag standen nämlich die PE-Rohre unter Wasser (bis zu 40 cm hoch Wasser im Graben).

  • Genug Zeit einplanen! Im Haustechnikdialog-Forum habe ich gelesen, dass die Grabenarbeiten an einem Wochenende erledigt sind. Das schafft man niemals! Wir waren von Freitag bis Mittwoch damit beschäftigt. Dann waren wir noch 2 Tage mit der Isolierung der Rohre bei der Hauseinführung und dem Zuschaufeln vor der Hauseinführung beschäftigt. Für Aushub und Rohre verlegen würde ich 3 Tage einplanen. Einen Tag lang dauert das Verfüllen des Grabens.

Hauseinführung

Kopfzerbrechen hat mir die Hauseinführung bereitet. Da unsere Entscheidung für den Grabenkollektor erst nach Fertigstellung der Bodenplatte erfolgte, musste eine Kernbohrung (160er) erfolgen. Wir hätten sonst gleich zwei Rohre eingelassen, um kaltes und warmes Ende (je 2 Rohre) für unseren Grabenkollektor einbetoniert.

Grabenkollektor Hauseinführung

Grabenkollektor Hauseinführung im HWR

Auf dem Foto oben könnt ihr die 2 Enden der beiden Rohre von innen im Hauswirtschaftsraum sehen. Die Rohre sind einzeln mit Armaflex isoliert und alle vier Rohre zusätzlich noch mit einer flexiblen Armaflex-Platte, die vor dem Gefrieren schützen soll.

PE-Rohre abdichten

PE-Rohre abdichten

Oben könnt ihr sehen, wie ich die Rohre gegen drückendes Wasser abgedichtet habe. Zunächst wurde das KG-Rohr von unten mit Brunnenschaum abgedichtet. Den Brunnenschaum habe ich nach dem dieser fest geworden ist, sauber mit einem Teppichmesser abgeschnitten. Anschließend habe ich mit 2K-Bitumendickbeschichtung (die von MEM) von den Rohren bis hin zum Streifenfundament alles dicht gemacht. Ich würde hier die 2 komponentige Bitumendickbeschichtung nehmen, weil die schneller fest ist. Kaltes und warmes Ende habe ich möglichst weit auseinander.

Trinkwasserleitung  vor Erdwärme-Rohren schützen

Trinkwasserleitung vor Erdwärme-Rohren schützen

Problematisch ist bei unserer Hauseinführung, dass die PE-Rohre gleich bei der Hauseinführung Trink- und Abwasserleitung kreuzen. Liegt der Abstand unter 30 cm, muss daher eine Perimeterdämmplatte dazwischen gepackt werden. Ich habe zusätzlich das kalte Ende der PE-Rohre in Armaflex-Rohrisolierung gepackt – da wo die Kreuzung mit der Trinkwasserleitung erfolgt. Außerdem habe ich Reste der Armaflex-Platte um die PE-Rohre gepackt. So sollten die KG-Rohre und die Trinkwasserleitung Frostfrei bleiben. Um die Erdwärmerohre gefriert der Boden. Bei den Stadtwerken Sehnde hat man mir gesagt, dass nicht selten ihnen gemeldet wird, dass die Trinkwasserleitung zugefroren ist. Mit den Isoliermaßnahmen sollte es bei uns keine Probleme geben.

Mein bisheriges Fazit zum Grabenkollektor

Slinky Grabenkollektor

Slinky Grabenkollektor

Wer sich nicht mit seiner Heizung beschäftigen möchte, lässt sich vom Heizungsbauer einen Brennwertkessel, eine Sole-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung oder Flächenkollektor oder eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe installieren. Damit muss man sich nicht auseinandersetzen. Wer aber Lust hat auf ein effizientes Heizsystem, welches Erdwärme nutzt und Eigenleistungen einbringen möchte, für den ist der Grabenkollektor richtig. Ich habe mich Wochen vorher bereits mit dem Grabenkollektor auseinander gesetzt. Es ist nicht einfach im Internet Informationen dazu zu finden – vor allem, weil Heizungen mit Sole-WP und Grabenkollektor (noch) nicht so weit verbreitet sind. Wenn man aber bereit ist sich einzulesen und aktiv im Forum (Haustechnikdialog.de) einzubringen, kann man einen Grabenkollektor realisieren. Übrigens sollte man körperlich fit sein – nach der Woche war ich doch sehr platt. Das sollte auch gesagt werden. Nun muss die Heizung nur noch effektiv und zuverlässig laufen. Bei anderen Sole-WP mit Grabenkollektor ist oft bei mit unserem Haus vergleichbaren Neubauten die Rede von Heizkosten zwischen 500 und 600 Euro pro Jahr. Ich werde davon berichten. 😉


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Geschrieben von

Konstantin (Jahrgang 1984) lebt bei Hannover und ist Autor dieses Blogs. Zusammen mit seiner Frau Anna und mit Unterstützung von Familie und Freunden baut er sich sein Traumhaus.

47 Kommentare

  1. Hallo Konstantin,

    vielen Dank für deinen informativen Blog. Kannst du mir deine Wärmepumpe und die benutzte Speicherform und -größe nennen?

    Viele Grüße
    Peter

  2. Hallo Peter,

    es wird bei uns die Vaillant VWS 63/3 (Sole/Wasser, 175L Speicher, 6,1 kW).

    Viele Grüße,
    KonstantinM

  3. Hallo Konstantin,
    erstmal großes Lob! Hast das Thema sehr anschaulich und informativ dargestellt. Hab auch an Grabenkollektor gedacht. Geplante Wohnfläche 170qm und Grundstück 580qm.
    Braucht man irgendwelche Genehmigung für den Grabenkollektor? oder kann man nach dem Grundstückskauf direkt loslegen? Wie groß muss mind. der HWR sein?
    Beste Grüße
    Wowik

  4. Hallo Wowik,

    wie groß der HWR sein muss hängt auch davon ab was ihr da noch unterbringen wollt. Bei uns wird es das oben aufgeführte Kombi-Gerät bei dem ein Brauchwasserspeicher integriert ist. Das spart Platz und zusätzlich ist das System effizienter als wenn du noch einen weiteren Pufferspeicher hast, der nicht unbedingt sein muss. Das Gerät selbst hat folgende Abmessungen 60x84x180 cm (Breite x Tiefe x Höhe). Daneben braucht man aber noch etwas Platz für die Sondenverteiler. Der ist bei uns geschätzt 40 cm breit.

    Zu deiner anderen Frage schreibe ich dir per E-Mail.

    Viele Grüße,
    KonstantinM

  5. Hallo Konstantin,
    Danke für den tollen Erfahrungsbericht und die anschauliche Dokumentation. Wir sind gerade dabei unseren Neubau in der Nähe von Hannover zu planen und favorisieren zur Zeit auch die Sole-Wärmepumpe mit Grabenkollektor, da wir ordentlich Manpower für Eigenleistung zur Verfügung haben und uns das effiziente System solch einer WP begeistert.
    Wohnfläche ca 165qm, Grundstück 535qm, Wärmebedarf noch nicht berechnet aber Architekt sagte mir, dass wir auf ca. 6kw Heizlast kommen werden.
    Wir haben in einer Woche ein Beratungsgespräch mit einer ortsansässigen Heizungsfirma und ich würde jedoch schonmal vorab wissen, ob man besondere Genehmigungen bzw. Bodengutachten etc. benötigt, um die Kosten so genau wie möglich zu ermitteln, sodass ein Vergleich mit anderen Systemen möglich ist.
    Da diese Frage oben schon mal kam würde ich mich über eine PN freuen.

    Grüße,
    Rob

  6. Hallo Rob,

    ich kann dieses Dokument empfehlen: http://www.geothermie.de/fileadmin/useruploads/wissenswelt/gesetze/Leitfaden/Niedersachsen_Leitfaden_Erdwaerme.pdf – dort findest du einen Link zu einer Online-Karte, um zu prüfen in welchem Gebiet euer Grundstück liegt. Viel Erfolg.

    Viele Grüße,
    Konstantin

  7. Henrik Laerum-Richter Reply

    Hallo Konstantin,

    danke für Deinen Super-Erfahrungsbereicht. Wir haben einen vor 12 Jahren wärmgeämmten Altbau mit FBH auf Flüssiggasbasis im Erdgeschoss und Elektro-FBH in einem zwei Jahre später völlig neu errichteten Büro-Anbau Die Wohnfläche ist 250 m² im Altbau und ca 80 m² im Anbau.Ich möchte die Flüssiggasanlage ganz oder teilweise mit einer Erd-WP mit Grabenkollektor oder einem konventionellem Flächen-kollektor ersetzen und außerdem eine PV-Anlage anschaffen. Unver-siegelte und qualitativ gute fast ebene unbepflanzte Bodenfläche (Wiese) ist genug vorhanden das ganze soll zwischen Haupthaus und einem weiteren Nebengebäude verlegt werden und die Geräte für die Anlage sollen in diesem Nebengebäude aufgestellt werden. Kannst Du irgend etwas zu den Kosten für beide Varianten sagen, wenn man mangels Zeit und technischer Begabung fast nichts selber machen kann – außer ein bisschen manuell graben, um vielleicht die Baggerkosten etwas tiefer zu zuhalten?

    Danke im Voraus und ein gutes neues Jahr.

    Henrik

    • Hallo Henrik,

      Dir erst einmal auch ein frohes neues Jahr. Die Kosten für die Erdarbeiten hatte ich bereits im Artikel hingeschrieben. Das Verlegen hat bei uns etwa eine Woche gedauert. Beschäftigt waren wir meistens mit 2 bis 4 Leuten im Graben. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass sich diese Art Heizung (finanziell) nicht lohnt, wenn Du es von einem Unternehmen machen lässt. Das Verlegen selbst ist nicht schwer. Man sollte sich nur die Schlaufen berechnen lassen (siehe Haustechnikdialog-Forum) und das ganze durchplanen.

      Viele Grüße,
      Konstantin

  8. Hallo,

    super interessant wie du das hier gemacht hast.
    Wir bauen dieses Jahr auch und wollen eine Erdwärmepump mit Grabenkollektoren verwirklichen.

    Wie sieht es mit ner Genehmigung aus?

    Gruß Martin

  9. Hallo,

    welche Kabelbinder hast Du benutzt? 200 mm x 4,8 mm oder länger und stärker?

    Wie siehts es mit dem Heizkosten bisher aus?

    Danke.

  10. Hallo Lars,

    ich hatte 30 cm lange, weil es die auf eBay gerade günstig gab. 20 cm müssten es aber auch tun.

    Zu den Heizkosten kann ich noch nichts sagen. Bisher ist nur die Estrichtrocknung drin und in der hatten wir den E-Heizstab zugeschaltet, damit der Erdkollektor nicht unnötig auskühlt. Im Winter wird es sich, denke ich, bereits zeigen…zumindest eine Tendenz.

    Viele Grüße,
    KonstantinM

  11. Hallo,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Ich habe mal noch eine Frage welches Armaflex um die PE-Rohre hast Du genommen? Anwendungsbereich B (SH-19X032-A) oder C/D (SH-10X032-A)?
    Danke.

  12. Hallo Konstantin,

    danke für deinen ausführlichen Bericht. Ich habe für mein Bauvorhaben über http://www.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/ eine Grabenlänge von 104 mtr. berechnet. Was sich mir aber noch nicht erschließt: Wenn ich nun 2 oder gar 3 Lagen Rohre übereinander einbringe, wie wirkt sich das auf die tatsächliche Grabenlänge aus?

    Danke für deine Hilfe, Grüße
    Robert

  13. Hallo,

    hast Du ein Manometer angebracht um den Druck zu überwachen?

    Grüße
    Lars

  14. Hallo Konstantin,
    ein super Blog ist das und sehr informativ. Hut ab!!!

    Ich hätte da ein paar Fragen:
    Wie habt ihr den Kollektor mit Sole befüllt? Hat das ein Heizungsbauer übernommen, oder war das auch in Eigenleistung? Wie läuft so eine Abnahme des Kollektors ab, es muss doch sicher die fachgerechte Inbetriebnahme bestätigt werden (auch mit Protokoll)!?

    Sorry für die vielen Fragen, aber ich finde das Thema wirklich sehr spannend, voll allem weil ich zuvor auch eher für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe war, durch deinen Blog nun aber auf die Sole-Variante gekommen bin.

    Ach ja… ich habe deinen Blog nun schon mehrfach studiert, aber nirgends was zu einer Lüftungsanlage gelesen. Verzichtet ihr bewusst auf eine Lüftungsanlage und geht das bei den aktuell gut gedämmten Häusern auch gut?

    Beste Grüße
    David

  15. Hi David,

    danke. Den Kollektor haben wir vom Heizungsbauer befüllen lassen. Ich war selbst aber dabei. Eigentlich keine große Sache. Er hatte dafür aber einen speziellen Kompressor mitgebracht. Protokoll gab es nicht. Der Kollektor wurde eh von der Haftung ausgenommen, weil wir den selbst verlegt haben.

    Lüftungsanlage haben wir bewusst verzichtet. Wurde uns so vom Architekten/Bauleiter empfohlen.

  16. Hallo Konstantin,

    vielen Dank für die super Seite! Ist mittlerweile zur Pflichtlektüre geworden :-).
    Es würde mich interessieren, wie Deine Wärmepumpe mit dem Grabenkollektor läuft? Meiner wird nämlich auch noch bis Mitte Oktober fertig gemacht…

    Viele Grüße
    Christian

    • Hi Christian,

      besten Dank für dein Lob. Wärmepumpe und Grabenkollektor laufen bisher einwandfrei. Wir hatten seit Einzug allerdings noch keinen richtigen Winter mit der Heizung, so dass man noch keine Aussage dazu treffen kann. So richtig sehen wie effizient die Heizungsanlage läuft wird man eh erst wenn die Neubaufeuchte raus ist. Außerdem ist die Wärmepumpe noch nicht 100%ig eingestellt. Ich wollte bei milderen Temperaturen zum Winteranfang die Heizung richtig einstellen. Aktuell läuft eh fast nur die Warmwasseraufbereitung. Die Estrichtrocknung hatte ich den Heizstab zugeschaltet, um die Wärmequelle nicht unnötig zu vereisen. Aber so eine Estrichtrocknung war halt noch nie die Stärke einer Erdwärmepumpe.

      Viele Grüße,
      KonstantinM

  17. Hallo auch von mir und ein dickes Lob für soviel detailreiche Schilderungen, bin beeindruckt!
    Mir ist nur eine ketzerische Frage gekommen: meines Wissens ist die beste Form der Wärmepumpe die Grundwasserwärmepumpe und hier lese ich, dass das Grundwasser quasi direkt vor der Nase liegt. Warum also Erdsonden und kein Grundwasser?? Ich selbst habe es mit Grundwasser schon vor Jahren probiert und war bzgl. Energiekosten völlig perplex: 300 qm beheizte Wohnfläche, dazu ca. 350 cbm Wasserverbrauch (keine Ahnung, wie viel davon Warmwasser wurde, sorry) , und dann Jahresheizkosten unter 1000 Euronen: Ich war begeistert! Nun will ich das Spiel wiederholen im neuen Haus. Dort liegt das Grundwasserniveau ca. auf dem Niveau der Kellerbodenplatte. Damit habe ich Rahmenbedingungen wie hier auch. Aber was ist da das Argument für den Grabenkollektor, statt Grundwassernutzung. An der Lizenz kann’s nicht liegen: war null problemo diese vom Amt zu erhalten. Die Kosten für die beiden Brunnen sind ein Witz, weil ja kaum gebohrt werden muss: Ein Fachbetrieb will 2000 Euro für die Bohrung und den Brunnenkopf setze ich selbst, wie beim letzten Mal. Bin gespannt auf eure Argumente …

    • Hallo Werner,

      der Brunnen ist nicht unbegrenzt nutzbar. Wenn man Pech hat, muss man den also erneut erstellen (lassen). So ein Grabenkollektor mit PE RC Rohr ist auf >100 Jahre ausgelegt. Bei uns bin ich mir außerdem nicht sicher, ob das Grundwasser dafür ausreicht. Es handelt sich bei uns um Oberflächenwasser. Das kann (und soll laut Stadtwerke) zurückgehen. Mit Brunnenbohrungen zur Gartenbewässerung hatten einige im Baugebiet auch so ihre Probleme und es eingestellt.

  18. Moin Moin Konstantin,

    neben einem Gruß aus Hamburg die Frage, bist Du nun zufrieden mit Deiner Heizung? Die ersten Tage kälteres Wetter hatten wir nun ja schon. Wie siehts da mit den Kosten aus?
    Seid Ihr auch mit der Dimensionierung der Anlage zufrieden? Diese Frage vor dem Hintergrund, dass die meisten Heizlastschätzungen doch einiges an Sicherheiten enthalten. Ich komme bei meinem Haus mit ca. 160 qm Wohnfläche auf eine gerechnete Heizlast von ca. 4 kW. Fragt man einen Planer bekomme ich auch eher zahlen von 6,5 kW genannt.
    Grüsse
    Jörg

    • Hallo Jörg,

      wir sind mit der Heizung bisher sehr zufrieden. Allerdings muss man noch abwarten bis der Winter komplett vorbei ist. Ich bin schon gespannt wie warm/kalt die Wärmequelle dann ist. Aktuell kommt die Sole-Flüssigkeit mit 4°C ins Haus. Im Dezember hatten wir eine ausgerechnete JAZ von 4,83 – allerdings lief die Heizung hier 2 Tage komplett über Elektroheizstab, weil ein Stecker durchgeschmort war und sie auf Störung ging (wurde vom Vaillant Kundendienst kostenfrei repareirt). Im Januar wird die JAZ etwas höher sein (schätze liegt dann zwischen 4,9 und 5,0). In dem Monat haben wir auch die bei der Wärmepumpe flachste Heizkurve von 0,15 eingestellt. Wir haben Festgestellt, dass eine Temperatur von 21 bis 21,5 Grad für uns optimal ist, um im T-Shirt im Haus rumzulaufen. Lediglich Spitzboden und den HWR haben wir per Raumthermostat etwas gedrosselt. In den anderen Räumen sind die Raumthermostate deaktiviert.

      Kosten: Im Dezember hat die Heizung (inkl. WW) 262,15 kwh verbraucht. Bei unserem kwh-Preis von 20,9 Cent macht das dann insgesamt 54,79 EUR. Wenn ich den Januar hochrechne kommen wir auf 447 kwh und Stromkosten in Höhe von 93,46 EUR.

      Unsere Heizlastberechnung hat ca. 6 kW ohne WW ergeben (ebenfalls 160 qm). Wir haben eine Wärmepumpe mit einer Heizleistung von 6,1 kW genommen. Die 4kW sind schon sehr niedrig.

      Hoffe das hilft etwas. Einen detaillierteren Artikel zur Heizung gibt es, wenn ich verlässliche und langfristige Messungen bzw. Erfahrungen habe.

      Viele Grüße,
      KonstantinM

  19. Super Beschreibung. ..

    Die ganze Sache lohnt sich noch mehr, wenn man die Heizung über Photovoltaik tagsüber betreibt und einen Puffer füllt.

    Abends und nachts sollte die Heizung im Automatikmodus laufen und nur anspringen, wenn der Puffer leer ist…

    Habe mehrere solcher Kombiprojekte laufen und super Ergebnisse. …

    Von mir kamen die Ideen und das Material vom Elektroniker die Steuerung und vom Heizungsbauer die Heizungen….

    • Hallo Christian,

      die Frage ist immer für wen sich das lohnt. Soweit ich mich in das Thema eingelesen habe, ist der Ertrag einer Photovoltaik-Anlage im Winter – gerade wenn die Heizung gebraucht wird – am niedrigsten. Da bringt auch ein Pufferspeicher nichts. Wenn man die Photovoltaik-Anlage nutzt, um damit eine Wärmepumpe mit Strom zu betreiben, dann bringt sie meiner Meinung nach nicht viel. Im Sommer, wenn der Wirkungsgrad am größten ist, braucht man die Heizung nicht mehr.

      Der von Dir angesprochene Pufferspeicher ist teuer und senkt nochmal die JAZ der Wärmepumpe.

      Viele Grüße,
      KonstantinM

  20. Andreas Karl Reply

    Hi
    hast du für deine Wärmepumpe eigentlich die BAFA Förderung in Anspruch genommen? wenn nein, warum nicht? Welches Fabrikat hast du verbaut? Wie sehen deine Zahlen bisher aus (Verbrauch)?

    Gruß
    Andy

    • Hallo Andreas,

      eine Bafa-Förderung haben wir nicht in Anspruch genommen. Damals hatte ich recherchiert und auch keine Förderungen für den Neubau gefunden. Von der Stadt gab es ebenfalls Informationsmaterial demnach nur Wärmepumpen bei bestehenden Gebäuden gefördert werden. Im Internet konnte ich auch auf Anhieb keine Infos finden seit wann es die BAFA-Förderung gibt. Es gibt bei den Förderungen auch eine Reihe von Vorschriften, die erfüllt sein müssen, um eine Förderung zu erhalten. Außerdem sollte man prüfen, ob man den Grabenkollektor in Eigenleistung erstellen kann oder es eine Fachfirma sein muss.

  21. Andreas Karl Reply

    Hi Kosntantin,
    ok, ich hätte das hier gefunden.
    http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/waermepumpen/innovations_und_zusatzfoerderung/index.html
    JAZ muss über 4,5 liegen. Dies wird wenn ich das richtig gelesen habe nach einem Jahr geprüft. Ob das eine Baufirma installiert oder nicht, scheint egal zu sein. Seit wann es die gibt, weiß ich jetzt nicht.

    Gruß
    Andreas

  22. Andreas Karl Reply

    welches Fabrikat hast du verbaut und wie sind deine Werte bisher? hast oben nicht beantwortet 😉

  23. Hi Andreas,

    unsere WP steht im Artikel über die Sanitär-/Heizrohrinstallation etwas versteckt. Es ist die Vaillant VWS 62/3 geworden.

    Ich bin fleißig am Aufzeichnen der Verbrauchswerte. Bisher bin ich mit der monatlich erfassten JAZ sehr zufrieden – allerdings noch am optimieren. Sie liegt bereits jetzt in den kältesten Monaten über der von der BAFA geforderten 4,5. Mehr dazu gibt es aber zu einem späteren Zeitpunkt.

    Wenn man Dezember bis März die Stromkosten für Heizung und Warmwasser (also im Winter) nimmt, haben wir pro Monat durchschnittlich 75 Euro bezahlt.

    Viele Grüße,
    Konstantin

  24. Andreas Karl Reply

    Hi Konstantin,
    danke für die Antwort. Klingt nicht schlecht.
    Hast du die PE HD-Rohre am Stück bekommen, also 300 Meter? oder hast du die miteinander verbunden?

    Danke.

    Gruß
    Andreas

  25. Andreas Karl Reply

    noch eine Frage: wie bist du mit dem Thema Vereisung umgegangen? man liest einiges darüber, dass sich die Erde nach Jahren intensivem Wärmeentzug um die Rohre herum vereist. Hast du da Vorkehrungen getroffen bzw. dir darüber Gedanken gemacht?

  26. Hallo Andreas,

    die PE-Rohre sind natürlich am Stück. Es gibt einige Anbieter bei denen du diese beziehen kannst. Miteinander verbinden ist eine schlechte Idee, weil das dann eine Schwachstelle wäre.

    Der Grabenkollektor darf natürlich nicht zu knapp bemessen sein – Stichwort „Auslegung/Dimensionierung“. Es muss also entsprechend Fläche vorhanden sein. Außerdem darf das Rohr nicht unter einer bebauten Fläche verlegt sein. Du solltest also genau wissen wo und wie du dein Grundstück später gestalten willst. (Gerätehaus, Wege, Terrasse …).

    Unser Grabenkollektor hatte diesen Winter nie einen tieferen Sole-Eingang als 3°C. Aktuell liegt er bei Minimum 6°C – hat sich also wieder regeneriert.

  27. Hallo Konstantin,

    begleite Dich in Deinem Blog schon gute 2 Jahre. Daumen hoch dafür!!!

    Unser Bauantrag geht nun auch raus.
    Bei uns wird aller Voraussicht nach auch ne Sole/Wasser Wärmepumpe mit Grabenkollektoren.

    Ich habe irgendwie nirgendwo etwas von einem geologischen Bodengutachten gelesen.
    Wohne in Hessen und mein Architekt verwies mich an einen Geologen,
    welcher mir das Gutachten, für die Tragfähigkeit und den Nachweis eines möglichen Energiegrabens, für stolze 2562 € anbietet.

    Im Angebot ist die Rede von 4 Sondierungen an den Hausecken und
    2-3 Rammsondierungen.

    Frage: Musstest Du kein solch ein Bodengutachten erbringen um deine gewünschte Sole/Wasser Wärmepumpe an den Start zu bringen?
    Und wenn doch, was hast Du dafür bezahlt?

    Jetzt schon besten Dank für Deine Antworten

    Gruss Andy

    • Hallo Andreas,

      ein solcher genaues Bodengutachten hatten wir uns gespart. Die Gemeinde hat selbst im gesamten Baugebiet Bohrungen durchgeführt. Es wurde direkt an unser Grundstück angrenzend eine Bohrung durchgeführt, die ich so angenommen habe. Vor allem waren die Bodenmessungen in unserer Ecke relativ gleich. Damals war die Überlegung bei mir auch kurz da ein Bodengutachten auf unserem Grundstück machen zu lassen – aufgrund der Kosten habe ich mir das aber (auf eigenes Risiko) gespart. Bis jetzt passt alles und die Sole-Eingangs-Temperaturen waren im Winter sogar besser als ursprünglich berechnet.

      Freundliche Grüße,
      KonstantinM

  28. Hallo Konstantin,

    vielen Dank für deinen informativen Beitrag!

    Ich beschäftige mich auch gerade mit dem Grabenkollektor und bin auf einige Fragen gestoßen. Wollte mal fragen wie du das geregelt hast.

    Wann hast du mit der Heizungsplanung angefangen? Hast du dich direkt schon mit dem Architekten darüber unterhalten oder bist du erst zu dem Thema gekommen, nachdem der Grundriss fix war. Immerhin benötigt man ja die konkrete Heizlast um planen zu können.

    Habe mit mehreren Heizungsbauern gesprochen aber diese haben noch nie mit einem Grabenkollektor gearbeitet und möchten wegen der Garantieansprüche auch nichts mit der Heizung im Haus zu tun haben. Ich habe vorgeschlagen den Grabenkollektor per Vertrag aus der Garantie zu nehmen aber sie hatten trotzdem kein Interesse. Wie bist du vorgegangen?

    Immer wieder wir behauptet, dass eine Einzelraumregelung (ERR) nicht sinnvoll ist bzw. wenn eingebaut nie benutzt wird. Allerdings wird sie wohl für KfW55 vorgeschrieben. Man könnte sich befreien lassen oder die ERR nur auf dem Papier bestätigen, ohne eine eingebaute ERR zu haben. Warum hast du sie einbauen lassen, obwohl du sie (wie oben erwähnt) so gut wie nicht nutzt? Sind ja sicherlich auch 1000 Euro kosten.

    Viele Grüße
    Simon

    • Hallo Simon,

      mit der Heizungsplanung habe ich mich früh beschäftigt. Allerdings wollte ich zunächst eine Luft-Wärme-WP bis ich nicht auf die ganzen negativen Erfahrungen mit denen gestoßen bin. Wir hatten bereits einen Wärmeschutznachweis + alle Pläne vom Architekten und ich habe eine Heizlastberechnung in Auftrag gegeben.

      Die Suche nach einem Heizungsbauer war bei uns ähnlich schwierig. Ich bin teilweise persönlich zu denen in die Firma bis zu 100 km gefahren. War nicht einfach jemanden zu finden der a.) sich damit auskennt und b.) da mitmachen will.

      ERR macht auch keinen Sinn. Ist aber vorgeschrieben. Ich habe sie drin. Bei uns sind jetzt allerdings alle Stellantriebe in den Verteilern abgeklemmt. Lediglich in wenigen Räumen (Spitzboden, HWR, Schlafzimmer) sind sie noch aktiv. Ansonsten habe ich mit der Zeit selbst einen hydraulischen Abgleich gemacht, so dass die Temperaturen bei uns den gesamten Winter über angenehm sind. Wir haben es letztendlich so gemacht, weil wir sie zur Sicherheit doch haben wollten. Heute würde ich sie wahrscheinlich komplett weg lassen. Dafür haben wir günstige Raumthermostate verbaut, die uns wenigstens die Raumtermperatur anzeigen – sie haben also auch eine wenn auch eher unnötige Funktion.

  29. hi Konstantin,
    hast du die Erde beim Auffüllen des Grabens wieder verdichtet? wenn ja wie? da war doch sicher der ein oder andere Stein mit dabei, keine Sorge um die Rohre gehabt?
    habe meinen graben ausgehoben, alleine mit Bagger ;-), die nächsten Tage werde ich die Rohre verlegen. Hast du die auf Dichtheit geprüft beim zuschütten.

    Danke dir
    Gruß
    Andy

    • Hi Andy,

      wir mussten leider Abschnittsweise arbeiten und konnten daher vor dem Zuschütten keine Druckprobe machen. Haben wir daher erst gemacht als der Grabenkollektor fertig war. Wir haben vom Heizungsbauer auf Dichtheit (Luftdruck) prüfen lassen. Die erste Schaufel haben wir die Erde aus geringer Entfernung fallen lassen. Die darüberliegenden Schichten haben wir dann der Höhe fallen lassen (hatte ich mal im Haustechnikdialog gelesen). Es hat beim Verfüllen heftig gegossen und außerdem habe ich selbst ständig Wasser laufen lassen. Zwischendurch hat der Baggerfahrer mit der Schaufel drauf gedrückt (vor allem am Anfang wichtig, weil die Rohre ja schön umschlossen sein sollen).

      Mittlerweile haben wir einen Winter durch und noch keinen Rasen. Die Erde hat sich bereits gut gesetzt.

  30. Hallo Konstantin!

    Erstmal Respekt vor deiner Seite und den Infos, wirklich top!

    Ich habe eine Frage dazu:
    Hab einen Altbau und will nun alle Böden durch Estrich ersetzen. Dach ist bereits neu (Flachdach 2 Grad, Kaltdach, 100m2). Dachdämmung wird noch mittels 40cm (55kg pro m3) Zellulose Dämmung durchgeführt. Das Haus selbst will ich nächstes Jahr auch mindestens mit 20cm dämmen.

    Aktuell heize ich mit der Fernwärme.

    Meine eigentliche Frage:
    1. Tut ein senkrechter Ringgrabenkollektor die gleich Arbeit (geht um den Platz am Grundstück)
    2. Wieviel würde man sich zwischen Grabenkollektor und Tiefenbohrung mit Sonde wirklich sparen?

    Was würdest du mir empfehlen?

    Achim Fenster werden auch alle neu gemacht.

    Und was mich brennend interessiert:
    Weißt du nun schon welche JAZ + Energiekosten (kWh bzw. Strompreis) du hast?

    Danke schon mal im Vorfeld

    • Hallo Markus,

      ein senkrechter Grabenkollektor hat auch seine Vorteile. Die Grabenbreite ist nur ca. 50 cm breit und es gibt deutlich weniger Aushub. Gerade wenn man bereits angelegte Gärten oder generell kleinen Grundstücke hat, kommt die senkrechte Verlegung in Frage. Allerdings geht der halt nicht überall (bei instabilen Böden z.b. nicht). Wie auch bei der waagerechten Verlegung muss das berechnet werden. Dazu mal das Grabenkollektor-Tool von Waermepumpen-Verbrauchsdatenbank.de durchlaufen.

      zu 2.) das kommt drauf an wie tief die Bohrung wäre und welchen Preis du da bekommst. Ein Bekannter von mir hat z.B. eine Tiefenbohrung sehr günstig bekommen und nur etwas mehr als wir mit dem Grabenkollektor bezahlt.

      Wir haben aktuell eine JAZ (über das ganze Jahr) von 4,8 (Kälte Periode bis zu 5,3 und warme Periode 3,8). Durchaus ein guter Wert für das erste Jahr (Feuchte im Neubau). Wir zahlen also unter 500 EUR für Warmwasser und Heizung. Die genauen Werte und Kosten werde ich in einem separaten Beitrag behandeln. Das ist jetzt erstmal sehr grob.

  31. Reichen dir die 175 l WW-Speicher?

    • Die 175 Liter reichen uns. Bis jetzt kam es bei normaler Nutzung zu keinen Engpässen.

  32. Hallo Konstantin,

    großartiger Block.

    Du hast nicht zufällig ein Leistungsverzeichnis für deine hier beschriebene Heizung? Falls ja, wärst du bereit dieses zu teilen?

  33. Hey Kostja,

    super Blog, bin echt begeistert von dem was ich hier so lese,
    fange jetzt auch an zu bauen, und da wir kein Gas hier in der Strasse haben, habe ich nicht viel zur Auswahl,
    entweder die Tiefenbohrung (die viel zu teuer ist und sich nicht wirklich amortisiert) oder Luft-Wärme pumpe mit dem Nachteil viel Strom zu verbrauchen an den kalten Tagen.
    Hast du jetzt die Slinkies über einander gelegt? Hat das nicht einen Nachteil? Ich denke es wäre am besten wenn jeweils eigener Graben für jede Solenleitung hat oder ? Bei mir wären es 3 – 4 Sole kreise dann ( bei 10kW Heizleistung) , da müsste ich wirklich schauen ob dies so klappt, mit übereinander legen. Grundstück ist aber auch nicht wirklich gross 560 qm, um da viele Gräben zu haben.
    Gruss

    • Hi Alex,

      vielen Dank. Dir wird bei der Grundstücksgröße nicht viel übrig bleiben als die Slinkies übereinander in einen Graben zu packen. wende dich bezüglich Auslegung an das Haustechnikdialog-Forum (Crink, fdl1409).

  34. Hallo Konstantin,
    hammer Leistung, super Blog, schönes Haus!
    Hast Du zusätzlich zu der Wärme-Pumpe als Backup noch eine Gasleitung ins Haus verlegt?
    Du hast am 6.Nov.16 geschrieben, dass die Kosten für WW und Heizung unter 500€ liegen, wie sieht es in 2017 aus?
    Würdest Du heute noch die Wärme-Pumpe empfehlen oder sagst du mit GAS ist man auf der sicheren Seite?
    Ich plane 2018 auch ein Haus zubauen, bin mir aber jetzt nicht sicher ob ich die Wärme-Pumpe die richtige Lösung ist. Mein Nachbar hat auch vor zwei Jahren Haus gebaut, Wohnfläche 130qm und sein Gasverbrauch (Gastherme ohne Solarthermie (EnEV Befreiung nach §25)) lag 2016-2017 bei 600€ 4 Personen Haushalt.

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