Streifenfundament: Fundament ausgraben und betonieren

Nachdem das Erdbau-Unternehmen da war und Oberboden abgetragen, mit Füllsand aufgefüllt und verdichtet hat, ist unser Streifenfundament an der Reihe. Wir haben hierzu die Feinabsteckung (Schnurgerüst) gemacht. Im Gegensatz zur Grobabsteckung musste nun genauer gearbeitet werden. Die Feinabsteckung ist die Grundlage für das Streifenfundament und die Schalung der Bodenplatte.

erster Spatenstich

Mein erster Spatenstich am 22.02.2014

Für das Streifenfundament aus Beton haben wir Gräben mit folgenden Maßen gezogen:

  • Haus: 60 cm tief, 40 cm breit
  • Garage: 60 cm tief, 30 cm breit
  • Zwischen Haus und Garage: 30 cm tief, 50 cm breit

Zusammen mit einer 20 cm hohen Bodenplatte kommt man auf 80 cm Beton, das als Maß für Frostsicherheit gilt. Mit 7 Mann haben wir das Streifenfundament bis Mittag ausgegraben (und gleichzeitig etwa 700 Euro eingespart). Das ging schneller als erwartet – hätte ich das gewusst, hätte ich am gleichen Tag (Samstag) noch den Beton für das Fundament bestellt. Spontan bestellen ging leider auch nicht, weil die Betonwerke am Samstag nur öffnen, wenn genug Vorbestellungen reinkommen. Ein paar Fotos habe ich beim Graben gemacht:

Fundamentgraben ausheben

Fundamentgraben ausheben
Streifenfundament ausgegraben

Streifenfundament ausgegraben

Fundamentgraben eingebrochen und die Gaffer

Weil der Erdbauer leider nicht 100%ig gearbeitet hat und Teile der Garage nicht bis zum Rand verdichtet hat, ist uns der Graben an der Seite eingebrochen. Das haben wir mit alten Holzplatten schnell ausgebessert. Was mich mehr geärgert hat ist, dass es scheinbar einige Gaffer gibt, die meinen sich auf dem Grundstück umschauen zu müssen und das obwohl wir schon zwei „Betreten verboten!“-Schilder platziert haben. Beim Verlassen hat nämlich jemand einen Teil des Grabens zum Einbrechen gebracht. So etwas macht unnötige Arbeit. Außerdem: Wenn sich jemand auf dem Grundstück das Bein bricht, haben wir trotz entsprechender Versicherung den Stress. Ich frage mich eh, warum einige mit fremdem Kennzeichen ins Baugebiet kommen, vor dem Grundstück stehen bleiben und bei der Arbeit zuschauen. So bekannt ist der Hausbau-Blog doch noch nicht. 🙂

Betonieren des Fundaments

So kam der Beton am Dienstag. Vorbestellt waren 13 m³. Als der erste LKW durch war, haben wir auf 12,5m³ reduziert. Perfekt abgeschätzt von unserem Bauleiter. Es blieben nur wenige Reste übrig. Nachdem der Beton drin war, haben wir separat bestellte Stahlstäbe (8 mm) eingelassen. Sie sollen für eine bessere Verbindung zwischen Bodenplatte und Streifenfundament sorgen. Zum Beton haben wir eine Betonpumpe (Normalmast) bestellt – Kostenpunkt ca. 250 Euro (netto). Alternativ hätten wir ein Fließmittel in den Beton geben lassen können und den Beton mit Schaufeln durchschieben. Unser Bauleiter hat es uns davon abgeraten, weil der Abstand vom Fahrmischer bis zur hintersten Hausecke zu groß wäre.


Fahrmischer und Betonpumpe

Fahrmischer und Betonpumpe
Beton im Fundamentgraben

Beton im Fundamentgraben

Wie geht es weiter? Morgen buddeln wir die Gräben für Regenwasser und Abwasser. Außerdem haben wir bereits mit der Schalung für die Bodenplatte begonnen. Die sollte morgen auch fertig sein.

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Geschrieben von

Konstantin (Jahrgang 1984) lebt bei Hannover und ist Autor dieses Blogs. Zusammen mit seiner Frau Anna und mit Unterstützung von Familie und Freunden baut er sich sein Traumhaus.

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