Heizkörper Ratgeber: Kosten, Berechnen und Entlüften

Bei der Beheizung von Gebäuden denken die viele Bauherren zunächst an Heizsysteme. Dieser sind Erzeugung von Energie von Heizung und Wärme verantwortlich. Damit diese Wärme an die Räume übertragen wird, kommen Heizkörper zum Einsatz. Sie gibt es in verschiedenen Formen, Größen und Ausführungen. Die Kosten variieren und auch die Dimensionierung müssen Heizungsinstallateure richtig berechnen. In den folgenden Abschnitten erklären wir dir welche Heizkörper es gibt und wie du diese warten musst.

Das Wichtigste zusammengefasst

Ein Heizkörper gibt Wärme an den Raum ab. Dabei gibt es verschiedene Typen. Auf dieser Seite lernst du worauf es bei der Auswahl ankommt, welche Preise gelten und wie du deinen Heizkörper wartest.

Kurz & knapp
  • Ein Heizkörper kann über Konvektions- und Strahlungswärme Heizwärme an den Raum abgeben.
  • Es gibt verschiedene Heizkörpertypen wie Plattenheizkörper oder Gliederheizkörper.
  • Günstige Heizkörper starten bei 50 €. Besonders teure Designer-Modelle können aber auch 1.000 € und mehr kosten.
  • Eine Entlüftung des Heizkörpers und der hydraulische Abgleich sind für eine hohe Energieeffizienz wichtig.

Vorwort: Was ist rund um Heizkörper interessant?

Funktionsweise

Ein Heizkörper hat die Aufgabe eine vom Kessel erzeugte Wärme an einen Raum abzugeben. Dafür wird er von warmem Wasser durchflossen. Eine Regulierung der Durchflussmenge erfolgt über Thermostate. Willst du die die Temperatur einstellen, so musst du in der Regel einen Heizkörperthermostat bedienen. Heizkörper sind an ein zentrales Heizsystem angeschlossen. Die Ausnahme bilden hier über Strom betriebene Elektroheizkörper.

Info

Effiziente Heizungsanlagen haben möglichst groß dimensionierte Heizflächen. So wird das Heim selbst mit niedrigen Vorlauftemperaturen mollig warm. Da Wärmeverluste mit großen Heizflächen geringer sind, hilft es der Effizienz und senkt die Heizkosten. Zu dem Thema passt unser Erfahrungsbericht zu Planung und Verlegen der Fußbodenheizung gut.

Ist ein Heizkörper an ein Heizsystem angeschlossen, so kühlt sich das Heizwasser beim Durchlauf ab und wird im Heizkessel dann wieder auf Temperatur gebracht. Bei Heizlüftern, Heizstrahlern, Infrarotheizungen, Nachtspeicherheizungen und Wandkonvektoren nutzen dagegen den Strom für die Erwärmung eines Raums. Für die Übertragung der Wärme werden zwei Arten unterschieden, die den Raum aufheizen: Konvektion und Strahlungswärme.

Konvektionswärme

Konvektionswärme Heizkörper

Heizwärme wird bei der Konvektion über den Heizkörper an die Raumluft abgegeben. Die Raumluft erwärmt sich und zirkuliert dadurch im Raum. Warme Heizflächen geben Wärmeenergie an die Luft ab, die wiederum aufsteigt. Kühle Luft am Boden strömt zum Heizkörper und wird aufgeheizt. Dadurch entsteht ein Kreislauf.

Strahlungswärme

Strahlungswärme Heizkörper

Bei der Strahlungswärme findet keine Wärmeübertragung über Luft statt. Stattdessen trifft die Wärmestrahlung auf feste Gegenstände (Personen, Wände). damit Strahlungswärme entsteht, muss die Temperatur hoch sein – 110 °C sind notwendig damit die Strahlung im Raum gestreut und gleichmäßig verteilt wird. Menschen empfinden Strahlungswärme sehr angenehm.

Auf folgender Tabelle findest du einen Vergleich verschiedener Heizkörpertypen mit den Vorlauftemperaturen von 30 °C und 60 °C.

Heizkörper Typen

Wenn du dich für Heizkörper entscheiden musst, wird dir auffallen, dass es unterschiedliche Technologien gibt. Dabei ist nicht jeder Heizkörpertyp für jedes Heizsystem geeignet. Folgende Tabelle soll dir einen Überblick über Heizkörpertypen geben.

Heizkörpertyp Eigenschaften Heizsysteme Kosten
Plattenheizkörper

Plattenheizkörper

  • Moderner Heizkörpertyp
  • Heizplatten werden von warmen Heizungswasser umflossen.
  • Zwischen Heizplatten befinden sich Konvektionsbleche, die die Luft erwärmen.
  • Wegen der großen Plattenfläche wird Wärme zum großen Teil als Strahlungswärme abgegeben.
  • Moderne Plattenheizkörper laufen auch mit niedriger Vorlauftemperatur.
  • Gasheizung
  • Ölheizung
  • Holzheizung
  • KWK-Anlage
  • Wärmepumpe (nur bei entsprechender Auslegung)
 50 bis 250 € 
Gliederheizkörper (Stahl-/Guss-Radiator)

Gliederheizkörper

 

  • Älteste Heizkörpertyp
  • Bestehen aus mehreren einzelnen Gliedern, die von Heizungswasser durchflossen werden.
  • Material: meist Stahl aber auch Aluminium möglich (bei statisch wenig belastbaren Wänden)
  • Wärmeabgabe erfolgt größtenteils über Konvektion.
  • Bei schlechter Hausdämmung ist eine hohe Vorlauftemperatur erforderlich.
  • Gasheizung
  • Ölheizung
 ab 40 € 
Röhrenheizkörper

Röhrenheizkörper

  • Entspricht vom Aufbau her einem Gliederheizkörper.
  • Typischerweise als Heizkörper mit horizontalen Heizrohren im Bad bekannt. Diese sind pflegeleicht und langlebig.
  • Wärmeabgabe erfolgt größtenteils über Konvektion.
  • Brennwertheizung
  • Wärmepumpe (Große Fläche erforderlich wegen niedriger Vorlauftemperatur)
  • Elektrisch oder Hybrid (Warmwasser und Strom) auch möglich
 ab 100 bis über 1.000 € 
Plattenheizkörper

Plattenheizkörper

  • Heizplatten werden von warmen Heizungswasser umflossen.
  • Zwischen Heizplatten befinden sich Konvektionsbleche, die die Luft erwärmen.
  • Wegen der großen Plattenfläche wird Wärme zum großen Teil als Strahlungswärme abgegeben.
  • Moderne Plattenheizkörper laufen auch mit niedriger Vorlauftemperatur
  • Gasheizung
  • Ölheizung
  • Holzheizung
  • KWK-Anlage
  • Wärmepumpe (nur bei entsprechender Auslegung)
 50 bis 250 € 
Konvektoren

Konvektor Heizkörper

  • Ein Konvektor besteht aus einzelnen Lamellen, die um wasserführende Rohre angebracht sind.
  • Sie werden elektrisch betrieben und sind meist mobil.
  • Zum Teil befinden sich unterhalb kleine Lüfter, die kalte Luft ansaugen, über die heißen Flächen erwärmen und oben in den Raum abgeben.
  • Schnelle Wärmeabgabe – allerdings zum hohen Preis (Strom).
  • Elektrisch
 ab 150 € 
Flächenheizkörper

Flächenheizung Heizkörper

  • Genutzt werden Wände, Fußböden oder Decken als Heizflächen.
  • Wasserführende Rohrleitungen werden direkt in Boden oder Wand integriert.
  • Heizkörper nicht sichtbar.
  • Wärmeabgabe erfolgt über Strahlung – daher behagliches Raumklima.
  • Große Heizflächen ermöglichen niedrige Vorlauftemperatur.
  • Ideal für Wärmepumpen
  • Ideal für Anlagen mit Solarthermie
Keine Pauschalen Preise, da es unterschiedliche Arten von Flächenheizungen gibt.

Preise: Was kosten Heizkörper?

Heizkörper berechnen

Für die Berechnung der Heizkörper im Haus kommt die DIN EN 12 831 zum Einsatz (mehr Fakten zur DIN 12831). Du solltest die Berechnung einem Fachmann überlassen (Architekt oder Heizungsbauer). Konkret berechnet der Fachmann für jedes Zimmer den Ausgleich von Wärmeverlusten. Diese entstehen über Bauteile und Fenster(-Lüftung). Ausgekühlte Räume müssen auf die geforderten 20 °C aufgeheizt werden. Die Größe der Heizkörper muss berechnet werden, um bei einer konstanten Außentemperatur von -10 °C auf die gewünschte Raumtemperatur von 20 °C zu kommen.

Was gilt bei der Heizkörperberechnung?
  • Große Räume brauchen große Heizkörper
  • Kleine Räume kommen mit wenig Heizfläche aus
  • Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto größer muss der Heizkörper ausgelegt sein.
  • Je höher die gewünschte Raumtemperatur, desto höher ist die notwendige Heizleistung.

Wenn du als Bauherr eine grobe Berechnung der Heizkörper vornehmen möchtest, kannst du die Leistung eines Heizkörpers nach folgenden Bedingungen ermitteln. Die Angaben basieren auf Erfahrungswerten.

  • Neubauten und wärmegedämmten Altbauten: 100 Watt/m²
  • Ungedämmte Altbauten: 150 Watt/m²
  • Für Bäder ein Aufschlag von 10 %
  • Räume mit Dachschrägen Abzug von 20 % berücksichtigen

Für die Berechnung der Heizleistung kannst du folgende Faustformel nehmen:

Raumgröße x Heizleistung (W/m²) = notwendige Heizleistung des Raumes

Wenn du die Heizleistung genau anhand der Raumtemperatur haben möchtest, kann dir auch folgende Tabelle helfen:

Raumtemperatur 18 °C 20 °C 24 °C
Haus Baujahr bis 1982: 111,6 W/m² 121,6 W/m² 141,7 W/m²
Haus Baujahr 1983 bis 1994: 90 W/m² 99,2 W/m² 115,9 W/m²
Haus Baujahr ab 1995: 73,9 W/m² 80,8 W/m² 94,6 W/m²
Beachte bitte, dass dies nur grobe Richtwerte sind. Jedes Haus hat einen eigenen Dämmstandart, den es zu prüfen gibt.

Heizkörper Rechner

Folgender Rechner basiert auf der Tabelle oben und berechnet dir die erforderliche Heizleistung für die gewünschte Raumgroße in m².

Erklärung: Der Heizkörper-Rechner zeigt dir für eine Raumgröße an wie hoch die Heizlast der Summe aller Heizkörper haben muss.

Heizkörper Kosten

Wenn es um die Kosten eines Heizkörpers geht, wird unterschieden zwischen Montagekosten, den Kosten für den Heizkörper selbst und dem hydraulischen Abgleich.

Der durchschnittliche Preis für einen Heizkörper (Standardmodelle) liegt bei 300 bis 400 €. Es gibt aber auch Sondermodelle (Design), die von den Kosten her deutlich höher sind: 450 bis 1.000 €. Einen Kleinformat-Heizkörper kannst du bereits ab 50 € kaufen.

300 - 400

Folgende Tabelle zeigt dir ungefähre Preis-Bereiche für Heizkörper:

  • Badheizkörper: 100 bis 200 €
  • Gliederheizkörper: 250 bis 400 €
  • Niedertemperaturheizkörper: 500 bis 1.000 €
  • Überflur-Konvektor: 150 bis 500 €
  • Unterflur-Konvektor: 740 bis 2.500 €

Zu den Kosten für den Heizkörper selbst kommen noch die Montagekosten. Sie hängen stark von Gegebenheiten vor Ort ab. Du kannst aber in etwa mit 50 bis 150 € Montagekosten pro Heizkörper rechnen. Werden bei dir Heizkörper ausgetauscht, so kannst du eher 50 € pro Heizkörper rechnen, da der Arbeitsaufwand hier bei nur etwa 30 Minuten liegt.

Hydraulischer Abgleich

Ein hydraulischer Abgleich ist wichtig, da du dadurch enormes Einsparpotenzial hast. In der Praxis rechnen Experten mit einer Einsparung von 1 € bis 2 € pro m² Wohnfläche und Jahr. Bei einem Haus mit 160 m² Wohnfläche wären das immerhin 160 bis 320 € pro Jahr, die du einsparst. Bei einem einfachen Einfamilienhaus kannst du mit Kosten in Höhe von 400 bis 500 € für den hydraulischen Abgleich rechnen.

Heizkörper kaufen

Wo du deinen Heizkörper kaufen kannst, hängt von deinem Budget ab und ob du die Installation einem Fachmann überlässt oder in Eigenleistung die Montage durchführst. Folgende Möglichkeiten hast du einen Heizkörper zu kaufen:

Wo? Kosteneinschätzung
Große Verkaufsplattformen (z.B. Amazon, eBay)  Mittel 
Baumärkte vor Ort oder im Internet  Niedrig 
Fachbetrieb vor Ort  Hoch 
Spezialisierter Heizungsshop im Internet  Mittel 

Wenn man sich verschiedene Heizkörper von toom anschaut, so gibt es sogar für unter 50 € einfache Heizkörper. Im Baumarkt kannst du also besonders günstige Ausführungen vom Typ 22 erhalten.

Heizkörper Anschluss

Du fragst dich wie du einen Heizkörper anschließt? Du brauchst in jedem Fall je nach Modell (Kompaktheizkörper, Ventilheizkörper, Austauschheizkörper oder Handtuchheizkörper) verschiedenes Zubehör wie Klemmringverschraubungen, Thermostatköpfe oder Hahnblock.

Folgendes Video hilft dir dabei einen Heizkörper anzuschließen:

Wartung: Wie warte ich einen Heizkörper?

Heizkörper entlüften

Die Heizung gluckert oder bleibt kalt? In dem Fall solltest du deine Heizkörper entlüften. Auch nach dem Austausch der Heizkörper ist die Entlüftung wichtig. Die Luft im System muss raus, da sonst auch der Energieverbrauch hoch ist. An Werkzeug brauchst du einen Heizungsentlüftungsschlüssel (standardisierter Vierkantschlüssel), einen dünnwandigen Becher/Eimer und einen Lappen, falls etwas daneben tropft.

Heizung entlüften - So geht's:
  1. Umwälzpumpe abstellen
  2. Heizkörper auf Maximum drehen
  3. Gefäß unter das Entlüftungsventil stellen
  4. Mit dem Entlüftungsschlüssel das Ventil öffnen
  5. Luft komplett entweichen lassen
  6. Solange entlüften bis Heizungswasser austritt

Heizkörper reinigen

Vor oder nach der Heizungsperiode sollte die Reinigung der Heizkörper erfolgen. Im Hohlkörper sammeln sich über das Jahr große Staubmengen. Es reicht, wenn du deine Heizung ein bis zwei Mal im Jahr von außen und innen reinigst. Bei einem Plattenheizungskörper nimmst du das Gitter auf der Oberseite ab. Dieses liegt oft nur auf, kann aber auch an den Seiten angeschraubt sein. Die Reinigung des Gitters kannst du gut in der Badewanne machen.

Heizkörper reinigen

Heizkörper reinigen: Absaugen, Heizkörperbürste und Putzschwamm

Seife und Spülmittel reichen aus, um den Dreck mit einem dünnen Lappen abzuwaschen. Schmutz in Rollen werden mit einem dünnen Borstenpinsel oder schlanken Staubwedel entfernt.

Eine Reinigung der Heizkörper von innen ist aufwändiger. Folgende Hilfsmittel kannst du je nach Modell benutzen:

  • Staubsauger: Der Staubsauger eignet sich als Allrounder auch gut für die Reinigung des Heizkörpers. Du kannst einen flachen Aufsatz verwenden, um mit besonders viel Unterdruck die Flusen heraus zu saugen.
  • Föhn: Statt zu saugen, kannst du mit dem Föhn auch die Staubflusen aus den Zwischenräumen herausblasen. Lege unbedingt ein nasses Tuch unter den Heizkörper damit der Staub nicht im ganzen Raum verteilt wird.
  • Heizkörperbürste: Diese besondere Bürste für Heizkörper besteht in der Regel aus Ziegenhaar und kommt mit einem langen Stil daher. Für Handtuchtrockner gibt es spezielle Bürsten. Solche Lamellenreiniger haben einen weichen Mikrofaser-Überzug, an dem Schmutz kleben bleibt.
  • Dampfreiniger: Verhärteten Schmutz kannst du mit einem Dampfreiniger lösen. Ein Punktstrahldüse löst mit dem Dampf den Dreck und befördert den nach unten. Auch hier solltest du ein nasses Tuch unterlegen. Vorsicht: Dampfreiniger sind zwar effektiv, können aber gerade bei älteren Heizkörpern auch den Lack lösen.

Heizkörper streichen

Dein Heizkörper kann im Laufe der Zeit vergilben. Der Lack kann abblättern oder sich sogar Roststellen bilden. Mit wenigen Hilfsmitteln kannst du aber deine Heizkörper streichen und ihnen zu neuem Lack verhelfen.

Heizkörper streichen - So geht's:
  1. Malerfolie: Schütze Untergrund und Wände vor Verschmutzungen. Malerfolie und Malervlies sind hierfür geeignet. Mit Kreppband solltest du Ventile, Thermostat und Anschlüsse abkleben.
  2. Schleifen: Mit Schleifpapier solltest du Rost entfernen und abblätternden Lack entfernen. Andernfalls erreichst du keine optimale Haftung deiner neuen Farbe.
  3. Anrauen: Mit feinem Schleifpapier solltest du jetzt sämtliche zu streichende Flächen anrauen. Das sorgt für einen tragfähigen Untergrund.
  4. Streichen: Trage eine dünne Farbschicht vom Heizkörperlack auf. Starke Farbschichten stören die Wärmeübertragung. Besonders dicker Lack muss nicht automatisch länger halten!
 Tipp:  Zum Streifen eignen sich Pinsel mit Natur- oder Kunststoffborsten. Kunststoffborsten eignen sich besonders für Acryllacke und Naturborsten für Alkydharzlacke. Mit einer flusenfreien Rolle kannst du große Flächen lackieren.

FAQ: Wichtige Fragen rund um Heizkörper

Heizkörper wird nur oben warm: Was tun?

Leichte Temperaturunterschiede am Heizkörper sind nicht ungewöhnlich. Handlungsbedarf besteht aber, wenn der Heizkörper oben warm und unten komplett kalt bleibt. In dem Fall fließt kein Heizungswasser gleichmäßig in die Heizkörper. Meist liegt es vor allem an Luft im System. Eine Entlüftung schafft hier Abhilfe und kannst du als Laie selbst erledigen. Eine weitere Ursache für das Problem kann in einem klemmenden Ventil liegen. Montiere in dem Fall den drehbaren Thermostatkopf ab. Kontrolliere, ob der darunter liegende Stift im Ventil festklemmt. Denn dann kann das Heizwasser nicht durch den Heizkörper. Die Folge: Der Heizkörper wird nur oben warm.

Wie viel Leistung hat ein Heizkörper?

Wie hoch die notwendige Leistung eines Heizkörpers ist, hängt von Raumgröße und dem Dämmstandard ab. Bei großen Räumen und ungedämmten Häusern muss die Leistung besonders hoch sein. Du kannst aber mit 100 Watt/m² bei einem Neubau oder gedämmten Altbau rechnen. Für einen ungedämmten Altbau solltest du 150 Watt/m² veranschlagen. Im Bad sollte die Leistung höher angesetzt werden (+10 %), während eine Dachschräge die Heizlast um 20 % reduzieren kann.

Was ist der beste Heizkörper?

Buderus, Stabilo-Sanitär, EMKE, Elegant, Schulte, Vilstein, Meykoers, Belrad, McHeat und wie alle Hersteller von Heizkörpern heißen – welcher ist der Beste? Auf Test-Portalen schneiden Buderus-Heizkörper besonders oft ab. Stiftung Warentest hat bisher (Stand 2021) nur Heizkörperthermostate getestet, so dass ein Test für Heizkörper noch aussteht.

Welche Temperatur sollte ein Heizkörper haben?

Ein konventioneller Heizkörper hat eine Vorlauftemperatur von 70 °C und 55 °C Rücklauftemperatur. Die Spreizung beträgt also 15 K. Zum Vergleich: Bei der Fußbodenheizung wird oft von 40 °C Vorlauf- und 50 °C Rücklauftemperatur ausgegangen. Konkrete Temperaturen sind abhängig von der Heizungsauslegung, Dämmung des Hauses und einem hydraulischen Abgleich. Sind die Heizkörper zu klein dimensioniert, müssen die vorhandenen eine höhere Temperatur haben, um einen Raum auf beispielsweise 20 °C Temperatur zu bringen.

Wo kann ich einen alten Heizkörper entsorgen?

Eine generelle Lebensdauer von Heizkörpern gibt es nicht. Die Angaben für die Betriebsdauer reichen von 20 bis 40 Jahren. Dann ist eine Entsorgung sinnvoll, da das Rohrsystem dann verschmutzt ist. Heizkörper bestehen größtenteils aus Metall. Daher muss eine Entsorgung beim Altmetall erfolgen. Montiere diesen daher ab und entleere ihn komplett. Bringe den abmontierten Heizkörper dann zu einer Entsorgungsstelle oder einem Werkstoffhof. Metallhändler nehmen alte Heizkörper auch gerne an. Auf dem Schrottplatz kann es sogar sein, dass du für deine Heizkörper einige Euro bekommst.

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Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

  • [1] https://www.haus.de/bauen/heizkoerper-typen
  • [2] https://www.bdew.de/media/documents/Pub_20191031_Wie-heizt-Deutschland-2019.pdf
  • [3] https://www.reuter.de/magazin/strahlungswaerme-vs-konvektionswaerme.html

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Konstantin Matern
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