Küchen-Ratgeber: Unsere Tipps zum Küchenkauf

In vier unterschiedlichen Küchenstudios waren wir und haben uns beraten lassen. Dass die Küchenplanung so kompliziert wird, hätten wir nicht gedacht. Es gibt verschiedene Materialien, Fronten und Geräte. Dazu kommt auch noch, dass Küchenverkäufer versuchen Kunden mit vermeintlichen Rabatten zu ködern. Entstanden ist daher aus unseren Erfahrungen ein kleiner Küchen-Ratgeber, der euch dabei helfen soll eine passende Küche zu finden.

Inhalte des Artikels:

schüller

1. Vorbereitungen: Informationen sammeln

Zunächst haben wir uns einfach eine Menge an Küchen im Internet angeschaut. Besonders gut hat mir der Katalog von KÜCHE & CO. gefallen. Den kann man hier kostenlos anfordern. Dann haben wir uns informiert welche Qualitätsmerkmale eine Einbauküche hat. Worauf sollte man achten, wenn man eine Küche aussucht? Daher hier kurz einige Punkte, die ihr euch vor der Küchenplanung mit einem Verkäufer überlegen solltet.

1.1 Grundmaterial

Das wäre zum einen das Grundmaterial: Küchenmöbel bestehen meist aus Spanplatten, Massivholz oder MDF-Platten. Letztere sind z.B. sehr stabil und biegefest. Wegen der gleichmäßigen und glatten Oberfläche werden MDF-Platten bei lackierten Fronten gerne genommen. Spanplatten sind dagegen die am meisten verwendeten Werkstoffe. Wählt man eine Küche aus Spanplatten, ist darauf zu achten, dass der Hersteller wenigstens Spanplatten mit dem Grenzwert E1 wählt. Dies steht für die hochwertigen Spanplatten.

1.2 Küchenfronten

Die Küchenfronten machten eine Menge beim Preis aus. Ich habe sie daher von günstig nach teuer geordnet.

Kunststoff-Front

Kunststoff-Fronten werden unterschieden in Schichtstoff-, Melaminharz- und Folienfronten.

Pro

  • Günstig in der Anschaffung
  • Bei Folienfronten große Auswahl an Farben und Mustern
  • Melaminharzbeschichtung: sehr widerstandsfähig, pflegeleicht, chemikalienresistent und verblassen bei Lichteinwirkung nicht
  • Schichtstofffronten sind die widerstandsfähigsten Fronten

Contra

  • Gefahr von Ablösungen vom Trägermaterial (bei Folienfronten)
  • Empfindlich gegenüber Kratzern und Hitze (bei Folienfronten)
  • Kantenausführung oft nicht so sauber (bei Schichtstofffronten)

Lackfront

Lackfronten sind in glänzend oder matt verfügbar.

Pro

  • Sehr ästhetisch
  • dicht versiegelt
  • strapazierfähig

Contra

  • etwas höhere Anschaffungskosten

Glasfront

Glastüren werden von Küchenherstellern schon lange angeboten. Glasfronten auf lackierten Oberlächen sind auch auf allen Fronten möglich.

Pro

  • kratzfest
  • hitzebeständig
  • ESG (Sicherheitsglas) schützt

Contra

  • je nach Hersteller gab es Probleme mit verzogenen Fronten, Schimmel hinter der Glasscheibe
  • teuer

Als weitere Küchenfronten seien hier noch die Echtholz-/Massivholzfronten, Edelstahl- und Acrylfronten aufgeführt.

1.3 Arbeitsplatte

Bei den Arbeitsplatten wird im Küchenstudio meist folgendes angeboten:

  • Echtholz-/Massivholz-Arbeitsplatte
  • Schichtstoff-Arbeitsplatte
  • Natursteina-Arbeitsplatte (Marmor, Granit, Schiefer)
  • Kunststein-Arbeitsplatten
  • Mineralwerkstoff-Arbeitsplatte
  • Edelstahl-Arbeitsplatte
  • Keramik-Arbeitsplatte
  • Beton-Arbeitsplatte
  • Glas-Arbeitsplatte

Die am meisten verkauften Arbeitsplatten bestehen aus Kunststein, Granit, Schichtstoff oder Echtholz bzw. Massivholz. Alle Materialien haben ihre Vor- und Nachteile. So sind z.B. Schichtstoff-Arbeitsplatten günstig, Granit-Arbeitsplatten wasserabweisend und hygienisch und Glas-Arbeitsplatten stilvoll.

1.4 Küchenhersteller

Es gibt viele Küchenhersteller. Im Grunde kann ein Küchenverkäufer die gleiche Küche von verschiedenen Herstellern zusammenstellen – man wundert sich wie ähnlich die Küche aussehen kann. Allerdings sind die Küchen so nicht vergleichbar. Im Internet habe ich ein Ranking vieler Küchenhersteller gefunden, das uns als Orientierung ganz gut geholfen hat:

Luxus-Klasse Oberklasse Obere Mittelklasse Mittelklasse untere Mittelklasse Preiseinstieg
Bulthaup, Poggenpohl, Warendorf, Zeyko, Eggersmann etc. Schüller, Leicht, Nieburg, Rational, Haka, KH-System, Pronorm etc. Häcker-Systemat, Ballerina, Beckermann, Störmer, Sachshenküchen etc. Nobilia, Alno, Nolte, Rotpunkt, Bauformat etc. Burger, Wellmann, Ikea etc. Pino, Impuls, Express, Optifit, Artego etc.
Hinweis: Leider weiß ich nicht mehr genau aus welchem Forum ich diese Auflistung habe. Falls es jemand findet, einfach schreiben, damit ich den Quellennachweis ergänzen kann.

Poggenpohl LogoLeicht LogoHäcker LogoNolte LogoNobilia Logo


1.5 Qualität

Was die Qualität angeht, könnt ihr euch an den oberen Angaben richten. Je höher die Klasse, desto teurer die Küche. Doch welcher Hersteller ist gut für mich? Es gibt einige allgemeine Qualitätsmerkmale einer Küche auf die ihr achten könnt.

Folgende Checkliste könnt ihr in der Ausstellung mit euch führen:

  1. Herstellungsland: Wird die Küche in Deutschland hergestellt?
  2. Sichtseiten in Frontausführung: Gibt es Wangen, Sockel, Schränke, Lichtleisten, Regale in Frontausführung (auch gegen Aufpreis)
  3. Beschlagtechnik: Sind verstell- und einstellbare Metallscharniere vorhanden und schließen diese selbsttätig und leise? Lassen sich die Schranktüren ohne Werkzeug abnehmen?
  4. Auswahl: Gibt es viele Schranktypen und bietet der Hersteller Sonderanfertigungen an?
  5. Türöffnungen: Lassen sich Türen um mindestens 105 Grad öffnen? (Wenn ja, Qualität)
  6. Stabilität: Sind Auszüge und Schubladen stabil? Haben Schubladen Metallzargen und einen Vollauszug?
  7. Oberschränke: Haben Sie Lochreihen, um Fachböden individuell zu fixieren?
  8. Sockel: Lässt sich der Sockel in der Höhe verstellen?
  9. Korpus: Eine Prüfung ist schwierig. Schaut euch die Verarbeitung der Kanten an. Sind diese glatt und sauber?
  10. Front: Besteht die Front aus einer MDF-Platte? Wenn ja, dann qualitativ hochwertig.
  11. Frontausführung: Lack ist hochwertiger als eine Folienfront.

Lasst euch vom Küchenverkäufer die einzelnen Qualitätsmerkmale aufzeigen und bewertet selbst mit eigenen Eindrücken die Qualität.

Kleines Beispiel bei unserer Beratung: Ein Küchenverkäufer wollte uns eine 2 cm Starke Kunststoffarbeitsplatte andrehen. Dabei setzt er sich drauf und sagt: Sehen Sie – da biegt sich nichts durch. Meine Frau und ich haben aber sofort gesehen, dass die Arbeitsplatte auf der Schublade darunter aufliegt und sich stark durch gebogen hat.

2. Unsere Erfahrungen in 4 Küchenstudios

Wir sind insgesamt in vier Küchenstudios und einem großen Möbelhaus gewesen und haben uns 4 Küchen planen lassen. Da eine Küche 20 Jahre oder vielleicht länger halten soll, haben wir uns ausführlich informiert und beraten lassen.

2.1 Küchenstudio 1: “Ich frag den Chef mal”

Eine junge Verkäuferin: Ganz am Anfang sagte sie uns, dass sie uns einen guten Preis machen wird. Bei der Planung musste sie fast alles nachblättern. Unser erster Termin hat (5!) Stunden gedauert. Sie hat uns nach jeder Schublade und jedem Auszug gefragt. Wir haben unsere Küche quasi selbst geplant. Elektrogeräte wurden nach A, A+ oder A++ ausgesucht. 🙂 Beim Preis wären wir fast umgefallen. Wir hatten ein Budget genannt. Ihr erster Preis war doppelt so hoch. Allerdings macht sie uns einen Rabatt und da an einem anderen Standort bis letzte Woche es einen Messerabatt gab, kann sie uns den auch geben – allerdings müssten wir uns gleich heute entscheiden. Wir haken nach: Geht da noch etwas am Preis? Sie geht angeblich den Chef fragen und gibt uns 1.000 EUR Preisnachlass. Für uns steht bereits fest: Hier werden wir nicht unterschreiben.

2.2 Küchenstudio 2: “Das geht nicht oder nur mit Aufpreis”

In dem Küchenstudio haben viele unserer Freunde und Familienangehörigen unterschrieben. Der Küchenverkäufer wirkte total lustlos. Vieles sei nicht machbar, was vorher in Küchenstudio 1 möglich war. Wir haben uns den gleichen Küchenhersteller ausgesucht. Der Preis lag am Ende in etwa bei dem unserer ersten Planung. Hier hat uns der Verkäufer aber immerhin von sich aus gute Elektrogeräte eingeplant. Hier konnten wir unsere Küche in 3D virtuell anschauen. Ganz nett, aber umgehauen hat uns die Küchenplanung nicht.

2.3 Küchenstudio 3: Beste Beratung aber hoher Preis

Diesmal haben wir uns nach anderen Küchenherstellern umgeschaut und uns gezielt einen ausgesucht. Anschließend haben wir nach Küchenstudios gesucht, die solche Küchen verkaufen. Mit dem Küchenplaner haben wir hier Glück. Er plant uns eine hervorragende Küche, überschreitet das Budget aber um 5.000 EUR! Dabei berät er uns zu Materialien, Elektrogeräten und vieles mehr. Gut ist hier, dass er von sich aus Schränke und Geräte sinnvoll platziert. Er hat immer wieder einige nützliche Tipps für die Praxis und Optik unserer Küche. Wir hatten insgesamt drei Termine bis unsere Küche stand (mussten ein Mal wegen unserer Tochter abbrechen) und ein Mal kam dem Planer ein privater Termin dazwischen.

2.4 Küchenstudio 4: Gute Planung und guter Preis

Hier wurden wir in einem kleinen Küchenstudio mit einem Zettel und einer Checkliste empfangen. Statt am Computer mit der 3D-Planung zu beginnen, macht man sich hier nur Notizen. In einer halben Stunde Stunde sind wir wieder im Auto. Nach dem Termin waren unsere ersten Gedanken: Das kann doch nichts werden. Beim zweiten Termin eine Woche später dann aber die Überraschung. Das Küchenstudio hat uns fast die gleiche Planung wie Küchenstudio 3 vorgelegt. Der Preis lag aber auch hier 3.000 Euro über unserer Schmerzgrenze. Die Elektrogeräte waren von einem anderen Hersteller und nicht ganz so hochwertig.

3. Fazit und Tipps zum Küchenkauf

Aus unseren Erfahrungen und Recherchen im Internet können wir einige Tipps geben, die euch dabei helfen a.) eine gute Küche zu planen und b.) einen guten Preis auszuhandeln. Gerade bei Küchen versuchen die Verkäufer ordentlich Provisionen abzusahnen.

3.1 Tricks der Küchenverkäufer

Mit folgenden Tricks versuchen die Verkäufer euch zu ködern:

  • Es werden vermeintliche Rabatte (Messe, Aktion) angeboten
  • Es wird eine schlechtere Ausstattung angeboten, der Preis sinkt dadurch aber kaum
  • Küchenplanung mit einem anderen Hersteller einer niedrigeren Klasse
  • Wechsel zu einer anderen Serie des gleichen Herstellers (ist bei uns passiert)
  • Schlechtere Geräte einplanen ohne dass der Preis merklich sinkt
  • Heute unterschreiben und ein besonders günstiger Preis
  • Küchenpläne werden nicht rausgegeben und dadurch der Preisvergleich erschwert

3.2 Unsere Tipps für die Küchenplanung und Verhandlung

Höheres Budget nennen

Unserer Erfahrung nach lohnt es sich dem Küchenverkäufer ein deutlich höheres Budget vorzugeben. Wegen der winkenden Provision wird er sich deutlich mehr Mühe bei der Planung geben und euch auch Details einplanen, die er sonst weglassen würde, weil euer Budget ja so niedrig ist.

Küchenhersteller wählen

Legt euch auf einen Küchenhersteller fest. Hierbei hilft euch die Klasseneinteilung von mir oben im Beitrag.

Vergleich machen

Nur mit einem direkten Vergleich könnt ihr eine preiswerte Küche kaufen. Hierfür muss die Küchenplanung exakt gleich sein. Da Küchenhersteller ihre Pläne nicht vor Unterschrift herausgeben, solltet ihr einen Block mitnehmen und euch genaue Notizen & Skizzen machen.

Elektrogeräte herausrechnen

Um nicht Äpfel mit Birnen vergleichen zu müssen, solltet ihr euch die genauen Modellbezeichnungen notieren. Am besten wäre, wenn ihr vorher bereits wisst, welches Modell ihr haben wollt. Am Ende (nicht gleich am Anfang sagen) bittet ihr den Verkäufer euch die Geräte heraus zu rechnen, um diese dann anderweitig (z.B. Internet) zu bestellen. Die Montage übernimmt natürlich das Küchenstudio.

Finanzierung: Widerrufsrecht

Wenn ihr eine Finanzierung abschließt, habt ihr ein 14-tägiges gesetzliches Widerrufsrecht. Natürlich händigt euch das Küchenstudio Pläne und Stückzahlen aus. Ihr könnt das nutzen, um diese zwecks Preisvergleich einem anderen Küchenstudio zuzusenden.


3.3 Fazit zum Küchenkauf

Wie ist es bei uns ausgegangen? Wir haben die Küchen von Küchenstudio 3 und 4 angepasst. Das heißt: Es war bei beiden letztendlich exakt die gleiche Küche (Fronten, Aufteilung, Ausstattung, Elektrogeräte), die wir uns anbieten lassen haben. Die Elektrogeräte haben wir fast alle aus dem Angebot genommen und uns im Internet die Preise herausgesucht, so dass wir einen Endpreis für unsere Küche haben. Wir haben beide Verkäufer darüber informiert, dass wir ein vergleichbares Angebot haben und die Show konnte beginnen. An einem Tag haben beide Verkäufer bei uns abwechselnd angerufen, um den Preis zu senken und sich zu unterbieten. Am Ende lagen beide nur noch 100 Euro auseinander und wollten mit dem Preis nicht weiter runter gehen. Wir haben dann beim Küchenstudio 3 unterschrieben, weil die Beratung dort intensiver und besser war und weil er uns zusätzlich noch ein Topf-Set und einen Wok schenken wollte. Ich bin mir sicher, dass da noch mehr drin wäre und die Provision immer noch zu hoch ist. Insgesamt haben wir aber ein gutes Gefühl mit unserem Küchenkauf. Jetzt muss nur noch Lieferung und Montage glatt laufen.


Was wir durch den Vergleich erreicht haben:
  1. Eine günstigere Küche (ca. 18 Prozent!)
  2. Deutlich bessere Elektrogeräte
  3. Einen Spritzschutz aus Glas (hatten wir herausgenommen, um zu sparen)
  4. Einen WOK im Wert von 250 Euro
  5. Kochtopf-Set (ist sowieso meistens beim Küchenkauf enthalten)

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25 Kommentare

  1. Hallo Konstantin,

    darf ich fragen für welchem Küchenhersteller ihr euch entschieden habt? Wie seid ihr dabei vorgegangen um die Modelle bzw. die Hersteller hinsichtlich der Qualität zu beurteilen?

    Grüße,
    Thomas

  2. Hey Thomas,

    wir haben uns für eine von Häcker (Systemat) entschieden. Mehr dazu gibt es in einem späteren Artikel, wenn die Küche steht. Uns hat die Tabelle unter “1.4 Küchenhersteller” geholfen. Wir sind da so vorgegangen, dass wir uns aus einigen Klassen die Küchen angeschaut haben, um ein Gefühl für die Hersteller bzw. Klassen zu bekommen. “Luxus-Klasse” und “Preiseinstieg” haben wir ausgelassen.

    Dann hat jeder Hersteller unterschiedliche Küchenserien/Modelle (Achtung: Qualität kann variieren wie bei Häcker). Da entscheidet der Geschmack, der sehr unterschiedlich ist.

    Letztendlich macht natürlich auch der Preis einiges aus. Irgendwann sagt man sich “Nee, das ist mir jetzt doch zu teuer.” bzw. “So viel muss ich für eine schöne Küche nun doch nicht ausgeben”.

    Für mich war z.B. die Beschlagtechnik sehr wichtig und dass der Korpus eine ordentliche Höhe hat. Meiner Frau war die Optik wichtig. Wie so oft muss man dann einen Nenner finden.

    Hoffe das hilft etwas. Ansonsten sind in meinem Beitrag ja schon einige Tipps, die ich selbst recherchiert habe und aus meinen eigenen Erfahrungen stammen.

    Viele Grüße,
    KonstantinM

  3. Hallo Konstantin,

    vielen Dank erstmal für deine Antwort. Uns gefallen grifflose Küchen aufgrund des Minimalismus und der Reduziertheit des Designs. Wir sind schnell auf Küchen der Firma Leicht gestoßen. Doch ein befreundetes Pärchen hat uns dann Rational und Häcker empfohlen. Wo ich mich persönlich etwas schwer tue, sind Aussagen über die Qualität einer Küche zu treffen. Klar gibt es einigen leicht ermittelbare bzw. messbare Aspekte wird Korpushöhe, Raster, Korpusstärke etc. Wie hast du denn die Beschlagstechnik bewertet? Mir ist durchaus bekannt, dass es 3 große Hersteller gibt. Hast du da vielleicht eine gute Informationsquelle?

    Viele Grüße aus dem Süden,
    Thomas

  4. Hallo Konstantin,

    Vielen Dank für die vielen Tips!
    Unser Küchenstudio hat uns auch Häcker Küche offeriert, als ich deinen Blog gelesen habe, fragte ich nach – es ist Classic Linie. Systemat würde 3500 Aufpreis Kosten, angeblich gibt’s aber keine Qualitätsunterschiede bis auf 6cm höheren Sockel beim Classic. Was hast du für Erfahrungen gemacht?

    PS: Super Blog!!!

  5. Hallo Konst,

    das mit dem höheren Sockel stimmt. Frag mal nach der Beschlagtechnik. Die ist nämlich auch nicht gleich. Viele Grüße

  6. Vielen Dank für Deinen Bericht. Eine Frage: bei uns in Stuttgart machen XYZ Küchen (Name vom Admin geändert) sehr viel Werbung für ihre “Granitküchen”. Wo würden die denn in Deiner “Qualitätsstaffel” liegen? Oder kaufen die ihr Holz auch bei einem der genannten Hersteller und packen nur eine Arbeitsplatte aus Stein drauf? Viele Grüße!

    • Hallo Wilfried, von welchem Hersteller ist die Küche denn? Normalerweise haben die Küchenhersteller eigene Lieferanten für Arbeitsplatten aus Holz/Granit/Kunststoff. Günstiger solltest Du in der Regel dran sein, wenn Du deine Granitarbeitsplatte beim Natursteinhändler kaufst. Vereinzelt gibt es aber ganz nette Aktionen der Küchenhersteller beim Kauf einer Küche mit Granit. Den reduzierten Preis holen sie sich dann aber an anderer Stelle wieder.

  7. Hallo Konstantin,

    euer Blog ist wirklich sehr interessant. Wir sind momentan ebenfalls in der Bauphase – jedoch eine Kernsanierung statt Neubau.

    Gerade Dein Blog hinsichtlich Küchen hat es mir angetan. Auch wir sind derzeit auf Küchensuche, und haben uns ebenfalls für die Häcker Systemat begeistert.

    Wir möchten eine mit Glasfronten kaufen (fragen prinzipiell ohne Elektrogeräte an, da diese bei uns bereits vorhanden), und uns stellt sich nun die Frage, ob die Küche mit Griffschienen teurer oder günstiger sind, als eine sogenannte Grifflose Küche.

    Hast du diesbezüglich Erfahrungen gemacht?

    Beste Grüße
    Andrea

    • Hallo Andrea,

      grifflose Küchen sind teurer. Würde euch die Griffschienen empfehlen. Fingerabdrücke und leichte Verschmutzungen sieht man nicht so sehr. Sie sind meiner Meinung nach praktischer – vorher aber unbedingt im Küchenstudio probieren eine solche große Tür zu öffnen (vorzugsweise den Kühlschrank).

      Viele Grüße,
      KonstantinM

  8. Hallo Konstantin,

    herzlichen Dank für die flotte Rückantwort. Genau das war auch meine Argumentation – aber ein Verkäufer meinte doch prompt, dass die Schienen sehr teuer wären, und man sich diese sparen sollte, wenn möglich.

    Kühlschrank ist bei uns sowieso ein Standgerät – würde niemals wieder auf einen Einbaukühlschrank zurück greifen. Zum einen ist man bei dem Neukauf eines Gerätes sehr gebunden, zum anderen ist das Füllvolumen für uns zu klein (auch wenn wir nur ein 2-Personen-Haushalt sind 😉 )

    • Hallo Andrea,

      bisher habe ich immer gelesen und von Küchenverkäufern gehört, dass grifflose teurer sind. Vielleicht kommt es auf die Griffschienen an.

      So ein Standgerät ist natürlich auch ganz praktisch und schick. Wir wollten alles in der Küche verstaut haben. Ein Standgerät haben wir bei uns in der Doppelgarage. Das schalten wir bei Bedarf (größere Feiern) ein. Ansonsten kommen wir zu dritt ganz gut mit einem Einbaukühlschrank zurecht.

  9. Katharina Duschner Reply

    hat einer Erfahrung mit einer Burger Küche

  10. An für sich ein sehr guter Beitrag,
    auch wenn es hier (leider für den Kunden)
    einige Fatale Falschinformationen gibt.
    Die Aufstellung der Herstellerqualität stimmt zum Großteil nicht.

    die Informationen sonst sind gut zusammengetragen, ich würde die aber noch ergänzen ( Fronten).

    bei einer Finanzierung ein Rücktrittsrecht? bei einer 0% Finanzierung gibt es kein Recht zur Stornierung, ausser das Studio räumt dies aus Kulanz ein, dann aber mit einer Abstandssumme 🙂

    Wenn ihr Infos braucht einfach melden.
    Die Tricks der Chef’s, Verkäufer sind normal, liegt aber auch leider an den zumeist unehrlichen Kunden. Deswegen dort kaufen, wo es keine Provision gibt.

    Liebe Grüße
    Dennis
    Verkaufsleiter eines Küchenstudios (elite-kuechen.de) 🙂

  11. Hallo Dennis,

    danke für das Feedback.

    “Fatale Falschinformationen” – dann bin ich mal gespannt.

    “Aufstellung der Herstellerqualität stimmt zum Großteil nicht”. Was stimmt nicht? Genauere Infos gibst du leider nicht. Von daher bringt uns deine Aussage nichts.

    Bei einer Finanzierung gibt es meinen Informationen nach sehr wohl ein Rücktrittsrecht, wenn der Kaufvertrag an die Finanzierung gebunden ist. Siehe dazu z.B. auch die Antwort auf http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/111075-finanzierung-bei-kuechenkauf-widerrufen oder unter http://www.frag-einen-anwalt.de/Uebereilter-Kuechenkauf-Ruecktritt-vom-Kaufvertrag-moeglich—f93692.html

    Die Tricks der Verkäufer und Chefs sind meiner Meinung nach nicht normal und die Schuld dem Kunden zu geben ist typisch für jemanden aus der Küchenbranche. Überall hat man die Möglichkeit Preise/Angebote zu vergleichen – nur die Küchenverkäufer müssen da ein Geheimnis drum machen und unwissenden Kunden mehr Geld aus der Tasche ziehen, als sie zahlen müssten. Wer ist dann unehrlich?

    Wäre gut, wenn du deine Aussagen auch begründen und belegen könntest. Würde uns allen helfen. Ansonsten sieht das für mich so aus, als wenn jemand einfach einen Link im Kommentar unterbringen wollte (den hab ich entfernt).

    Schöne Grüße,
    KonstantinM

  12. der Unterschied liegt darin, das du eine Küche gute 2-3 Stunden planst,
    natürlich will ich dem Kunden dann nichts geben.
    Ich persönlich denke mir, soll der nächste Berater doch bitte den selben
    Arbeitsaufwand haben.
    Keiner Arbeitet gerne Umsonst ! Oder tust du das gerne.

    Seh ich genauso, Schüller ist auch Oberklasse durch seine Möglichkeit von Schüller C1 C2 und Next.

    Eins stimmt 😀 viele Verkäufer sind pfeifen und planen entweder IHRE Traumküche oder lassen den Kunden planen, wie es sich liest hattet Ihr einfach keinen vernünftigen Berater 😉 Verkäufer war das nicht sonst hättet Ihr schon beim ersten gekauft.

    Ein guter Verkäufer hätte euch die passende Küche geplant und auch verkauft weil Ihr euch denkt mein Gott der war am sympathischsten 🙂
    aber Ne halt Kunden kaufen ja lieber den Preis anstatt die Küche.

    Was ich richtig Falsch finde, Studios gegeneinander ausspielen, bestimmt bist du in keinen Einzelhandel Job tätig.

    soweit

    schönen Tag noch ! 🙂

    • Hallo Robert,

      natürlich arbeitet keiner gerne umsonst. Wenn die Küchenstudios aber von vorneherein so nett wären und von Anfang an faire Preise machen würden, dann würde sich das mit dem gegeneinander ausspielen erübrigen. Überall ist der Preisvergleich möglich – sobald es aber um Möbel geht, wird mit fetten Rabatten (70%) geworben und man zahlt im Vergleich zu anderen immer noch zu viel. Ob mir jemand sympathisch ist oder nicht, hat zumindest bei mir keinen Einfluss auf den Kauf. Wenn Planung und Preis stimmen, dann kaufe ich – mein bester Freund wird der Verkäufer dann aber nicht 😉

      Man merkt, dass es den Küchenverkäufern und Marktleitern nicht gefällt was ich hier publiziert habe – aber jetzt seid ihr dran euch zu ändern. 🙂

  13. Hallo Konstantin,

    anbei der Link mit den 0% Finanzierungen.
    https://www.verbraucherzentrale.de/null-prozent-finanzierung-rechtliche-ansprueche
    Rücktrittsrecht gilt es generell zu beachten. ABER, einen Maßgeschneiderten Herrenanzug zurückzugeben indem du auf dein Rücktrittsrecht aufmerksam machst wird dir trotzdem nicht gelingen.
    Bei einer Küche sieht es genauso aus. Da diese in der Regel maßgeschneidert ist, wird der Rücktritt hier ebenfalls vom Gericht abgelehnt werden (Aussage von unserem Anwalt und von einem Richter
    aus Stuttgart.

    wir geben schriftliche Angebote mit gegen eine Gebühr, sodass der Kunde fair vergleichen kann.

    Du musst es auch mal aus Handels Sichtweise sehen. Wie viele Kunden kommen ehrlich zu einem Berater/ Verkäufer?

    Schüller gehört für mich wie es Robert sagt in die Oberklasse. Nobilia mittlerweile in die Mittelklasse. Pronorm z.B. auch in die Oberklasse.
    Aber das sind Details.

    Ich muss dich korrigieren: Mir gefällt was du zum besten gibst, nur darfst du die Möbelhäuser nicht mit Küchenstudios vergleichen.

    Diese Aktionen gibt es überwiegend in den Möbelhäusern.

    Ich kann nur uns als Beispiel nenne. Bei uns gibt es KEINE Prozente, nur Endpreise. Aber ich denke solange es die gigantischen Prozente gibt, wird der überwiegende Teil der Kunden nur danach schauen und nicht wo er den besten Endpreis bekommt 🙂

    Gruß Dennis

  14. Hallo Dennis,

    steht doch in deinem verlinkten Artikel drin, dass ab März 2016 ein Rücktritt möglich ist. Genau so steht es auch im Artikel auf Focus: http://www.focus.de/finanzen/news/null-prozent-finanzierung-neue-regeln-fuer-zinslose-kredite-ab-maerz-2016-in-kraft_id_5390235.html

    Zwei Wochen hat man den Artikeln nach Zeit sich zu überlegen, ob man die Küche finanzieren kann oder nicht – auch bei der 0%-Finanzierung.

    Stimmt, die Aktionen gibt es wirklich überwiegend in Möbelhäusern. Dennoch ist bei den Küchenstudios noch jede Menge Spielraum. Diesen sollte man als Kunde zu verhandeln wissen – meine Meinung 😉

    Die Planung gegen eine Gebühr herauszugeben (die beim Kauf verrechnet wird) finde ich übrigens fair. Dann sollte die Gebühr aber auch nicht von vorneherein dem Kunden aufgezwungen werden unabhängig davon, ob er die Zeichnungen mitnehmen will oder nicht.

    Nobilia habe ich nun in der Mittelklasse. Da hatte uns der Verkäufer ebenfalls gesagt, dass die sich verbessert haben. Schüller steht nun auch in der Oberklasse. Danke dafür.

    Viele Grüße,
    Konstantin

  15. Hallo Konstantin,

    kein Thema, nachfragen sollte man immer. Mehr als ein nein kann nicht kommen :).

    Ich kann dir nur sagen, dass die Kunden da leider noch richtig eine auf den Deckel bekommen werden. Da die Küche maßgeschneidert ist, wird das Küchenstudio dann die üblichen Abstandssummen 15-35% verlangen dürfen. (Stand jetzt von Anwalt und Richter) In der Praxis gibt es bis jetzt noch keine Urteile.

    Du hast nämlich nicht 2 Wochen nach der Unterschrift Zeit, sondern 2 Wochen nach Finanzierungs beginn. Dieser erfolgt nach der Montage der Küche ca. 2 Wochen später. D.h. du hättest theoretisch 4 Wochen nach der Montage noch die Kündigungsfrist der Küche :).

    In der Praxis heisst das nur, dass die Preise steigen um die theoretischen Kündigungen abzufangen.
    Da die Küche aber wie schon besprochen Maßgeschneidert ist, werden die Urteile zugunsten des Handels ausfallen.

    Gruß Dennis

  16. Ich finde es unfassbar diese “geiz ist geil” Mentalität von allen Käufern.
    Man sollte dort kaufen wo man sich wohl fühlt, wo die Planung stimmt. Und wo man das Gefühl: Die sind auch noch nach der Unterschrift für mich da. UND ZWAR EINE PERSON und nicht die Warteschleife beim Kundendienst.

    Natürlich geben die Ihre Planungen nicht raus. Das ist deren geistiges Eigentum, das haben die selbst erarbeitet und sich Gedanken gemacht.

    Die Aussage, man soll doch bitte die Geräte mal rausrechnen, ist das aller Letzte. Erst lässt man sich die Geräte ausgiebig von einem Verkäufer präsentieren und dann kauft man sie günstig im Internet.

    Unter aller Sau!

    Trotzdem Grüße

    • Hallo “Küchen”,

      siehe oben: Wenn Küchenverkäufer fair bleiben würden und nicht mit unsinniven Rabattangeboten (80% Rabatt und co.) versuchen würden dem Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen, dann müsste man auch nicht solche Tipps geben. So eine Küchenplanung kann meiner Meinung nach ruhig etwas kosten – dann muss man die aber auch an den Kunden raus geben. Küchenverkäufer, die gute Preise geben ohne dem Kunden vermeintliche Rabatte vorgaukeln überleben dann am Markt. Der Rest beklagt sich bei solchen Ratgeber-Artikeln in Foren und Blogs.

      Zu den E-Geräten: Wir haben selbst recherchiert und uns die Geräte herausgesucht. Zwei Geräte haben wir über das Küchenfachgeschäft gekauft. Rest über das Internet. Verkäufer war damit einverstanden. Also immer locker durch die Hose atmen 😉

  17. Hab diese Woche ein gutes Beispiel. Bei mir kostet die Küche OHNE Nachlass als reiner Endpreis 10.500€. Beim Mitbewerber mit schlechteren Geräten und 70% Rabatt 13.800€.

    Nachdem der Kunde gesagt hat das er bei uns war haben die den Preis auf 10.400€ gedrückt.

    Da die Möbelhäuser unehrlich sind, warum sollen die Kunden ehrlich sein?

    Da muss sich doch jeder selber hinterfragen warum die Kunden woanders kaufen

  18. Guten Morgen in die Runde,
    vielen Dank Konstantin, du hast mir aus der Seele gesprochen. Ich bin auch gerade bei der Küchenplanung und habe auch zwei Küchenstudios aufgesucht.
    Im ersten wurde gleich nach dem Budget gefragt (Bsp 10 – 15T€) und ich fühlte mich etwas verschaukelt, als der erste Plan vorgelegt wurde : 20.200 € mit Rabatt kommen wir auf 15.200 € – also ganz ehrlich, so hat das vll noch in den 80er Jahren funktioniert.
    Im 2. Küchenstudio ging es mit einem Blatt Papier los und es wurde vom Verkäufer fleißig mitgeschrieben, der auch eigene tolle Ideen mit eingebracht hat, ohne vorher nach einem Budget zu fragen. Auch hier hat es rund 4 Stunden gedauert und er konnte zum Schluss die Frage stellen : Mit Kunststoffbeschichtung kommen wir auf rund 11.900€ mit Lack ca 2.000€ mehr. “Ist das in Ihrem Budget?”
    Sicher, er wird auch dort seine Marge noch haben und nach Rücksprache mit dem Chef (der Klassiker), ist er dann 500e runtergegangen und wir haben zusätzlich ein Schrankteil plus Beleuchtung bekommen.

    Fazit :
    Ich finde es in der heutigen Zeit auch unglaublich, dass kein Preisvergleich 1:1 möglich ist. Ich bin im Finanzgewerbe tätig und muss dem Kunden bis auf den letzten Cent aufzeigen was er für Kosten hat. Im ersten Küchenstudio bekam ich zur Antwort :”Neee, ich kann Ihnen nichts mitgeben – Sie wissen ja, was damit dann passiert; ich sitz doch hier nicht 8 Stunden “.
    Ganz ehrlich, die Arbeit hatten sie ja trotzdem und bei meiner Absage im ersten Küchenstudio habe ich auch erwähnt, dass sie sich nicht verstecken müssen. Einfach mit breiter Brust und offen , ehrlich planen – dann bin ich auch bereit, mehr zu zahlen, wenn alles stimmig ist.

    Und auch wenn im zweiten Küchenstudio mit Sicherheit noch mehr drin gewesen wäre, das Kopf und Bauchgefühl sagten mir, dass es eine gute Entscheidung ist.

    P.S. Wenn man sich natürlich alle Elemente einzeln erwirbt, kommt man natürlich wesentlich günstiger weg. Aber das ist beim Bad-Kauf (den wir vor 3 Monaten hatten) nicht anders 😉

  19. Zuersteinmal, vielen lieben Dank für diesen Blog. Da sind echt noch ein paar Infos dabei die wir noch nicht haben. Wir sind derzeit auch auf der Suche nach einer Küche und ich kann nur sagen, die Küchembranche ist es einfach selber schuld das diese diesen schlechten Ruf hat. Absolut intransparent und lockend mit verrückten Rabatten. Man geht in ein Küchenhais und hofft nur nicht abgezogen zu werden. Mit geiz ist geil hat das auch nicht zu tun. Ich bin selber im Vertrieb tätig und bei uns in der Branche wird mit 5-15% Marge kalkuliert. Dafür steht man in der Küchenbranche nicht mal auf… Ikea ist da finde ich ein Paradebeispiel, man kann online einsehen was welcher Korpus etc. auf den Cent kostet. Das ist Transparenz die man sich wünscht. Naja derzeit ist unser Favorit eine Rationalküche, mal schauen was es am Ende wird. Eventuell auch eine Ikea. 😉

  20. Starfish0508 Reply

    Hallo Konstantin, vielen Dank für die Infos und die Mühe, die DunDir mit diesem Blog gemacht hast! Das hilft mir bei unserer aktuellen Küchenplanung! Danke auch an die Mitdiskutierer, die konkrete Informationen hinzufügen!

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