Outdoorküche bauen: Die 10 besten Tipps zum Planen der Gartenküche

Outdoorküche gemauert - Gasgrill und Spüle

Worauf wir beim Kauf unserer Küche geachtet haben, kannst du bereits im Küchen-Ratgeber nachlesen. Diesmal soll es um eine Outdoorküche gehen. Denn wenn plötzlich im Frühling, Sommer und Herbst mehr im Garten als in der Küche gekocht wird, dann ist es Zeit sich Gedanken über eine richtige Gartenküche zu machen. Draußen zu kochen ist voll im Trend und nicht nur in den USA!

Deswegen gebe ich dir hier Tipps für deine eigene Outdoorküche. Egal ob du diese fertig kaufen oder mit handwerklichem Geschick selbst bauen möchtest, mit den Tipps zum Grill, Bodenbelag, Material, Dach, Anschlüssen und zur Ausstattung kannst du deine Outdoorküche richtig planen. Außerdem erfährst du hier mit welchen Kosten du in etwa rechnen kannst.

Das Wichtigste zusammengefasst

Die Kosten für eine Outdoorküche schießen schnell in die Höhe. Dabei bietet eine echte Outdoorküche ein unvergleichbares Kocherlebnis im Freien. Eine richtige Planung ist wichtig, damit gerade Eigenbaulösungen praktisch sind.

Kurz & knapp
  • Bei einer Outdoorküche hast du alles im Garten griffbereit, um deine Speisen zuzubereiten. Außerdem bist du im Sommer direkt bei deinen Gästen.
  • Behalte die Kosten im Überblick. Einfache, fertige Outdoorküchen starten bereits bei 1.000 €. Die Kosten können je nach Geräten und Ausstattung aber auch schnell bei mehr als 10.000 € liegen.
  • Du kannst eine Outdoorküche selbst bauen, wenn du das nötige handwerkliche Geschick besitzt. Dadurch sparst du und kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen.
  • Ein Gasgrill wird in mehr als 90 % aller Außenküchen eingesetzt.
  • Achte auf deine Materialien beim Bau des Bodenbelags, Dachs und bei Wänden. Arbeitsplatten aus Granit sind im Außenbereich bei einer Küche ideal.
  • Strom und optional Wasser sind für eine Outdoorküche wichtig.

Allgemeines zur Outdoorküche: Was bedeutet es im Garten zu Kochen?

Ein warmer Frühling oder der Sommer verlagern unsere Mahlzeiten häufig nach draußen. Doch warum nicht auch das Kochen ins Freie verlegen? Möglich macht dies eine Outdoorküche. Die muss einer Küche im Haus auch in nichts nachstehen. Vielmehr kann sie sogar durch spezielle Bauweisen (z. B. Pizzaofen) dir ganz andere Möglichkeiten eröffnen.

Was zeichnet eine Outdoorküche aus?

Es gibt eine Vielzahl von Varianten: Von der einfachen Grillstation, über kompakte Kochinseln bis hin zu luxuriösen Küchenzeilen. Eins haben sie aber alle gemeinsam: Sie ermöglichen es dir deine Mahlzeiten mehr oder weniger im Garten oder auf deiner Terrasse zuzubereiten. Damit verlagert sich gerade in den Sommermonaten der soziale Mittelpunkt noch mehr in den Garten.

  • Im Zentrum steht der Grill für Steaks, aber auch andere Kochstellen für die Zubereitung von anderen Speisen wie Nudeln und Gemüse sind vorhanden.
  • Typischerweise hat sie eine oder mehrere Arbeitsplatten.
  • Es gibt ausreichend Stauraum.
  • Anschlüsse für Wasser, Strom oder sogar Gas sind vorhanden.
  • Ähnlich wie bei einer Indoorküche kann sie Elektrogeräte und Spüle enthalten.
  • Für witterungsunabhängiges Kochen verfügt sie über eine Überdachung.

Folgendes Video zeigt den kostengünstigen Eigenbau einer Outdoorküche:

Welche Vorteile und Nachteile bietet einer Outdoorküche?

Mit einer Outdoorküche erfüllen sich viele Eigenheimbesitzer einen Traum. Doch den vielen Vorteilen stehen auch einige Nachteile gegenüber, weshalb nicht jeder eine Outdoorküche bei uns hat. In anderen – vor allem mediterranen – Ländern wie Spanien, Italien oder den USA ist eine Outdoorküche übrigens nicht außergewöhnliches.

Vorteile

  • Mehr Geselligkeit beim Kochen: Wer im Sommer bei schönem Wetter Gäste hat, kann als Gastgeber im Garten mehr Zeit mit ihnen verbringen.
  • Alles Griffbereit beim Grillen: Viel Stauraum für Grillzeug und eine Arbeitsfläche für die Anrichtung und Zubereitung von Speisen vor Ort. Das spart Laufwege ins Haus und Aufbauen von Beistelltischen.
  • Kein Rauch und keine Gerüche: Wer eine offene Küche hat kennt es: Knoblauch, Zwiebeln, Gewürze und andere Gerüche im gesamten Haus. Bei einer Outdoorküche verflüchtigen sich Wasserdampf und Rauch mit dem Wind.
  • Schönes Wetter genießen: Im Sommer den Salat draußen schnippeln, Burger direkt in der Außenküche zubereiten und dabei Sonnenstrahlen genießen.

Nachteile

  • Anschlüsse erforderlich: Verlegung von Strom- und Wasseranschlüsse unter Umständen kompliziert
  • Nicht ganzjährig nutzbar: Im Winter ist eine Outdoorküche nicht richtig nutzbar. Bei Regen und Sturm sind auch die Gäste eher im Haus.
  • Hoher Platzbedarf: Für eine voll ausgestattete Outdoorküche ist viel Platz erforderlich. Nicht jeder hat ein so großes Grundstück.
  • Preis: Je nach Lösung zahlst du für eine Outdoorküche teils genau so viel wie für eine Indoorküche.
  • Recht und Ordnung: Je nach Größe kann eine Baugenehmigung erforderlich sein. Der Abstand zu Nachbarn sollte eingehalten werden – vor allem bei einem Holzkohlegrill oder wenn mit starken Gerüchen gekocht wird.
  • Hoher Aufwand: Wer selbst eine Outdoorküche baut, muss einiges an Zeit und Arbeitskraft dafür veranschlagen.

Wie du siehst hat eine Outdoorküche nicht nur Vorteile. Es ist ein größeres Projekt, welches neben deinem Haus im Garten entsteht. Überlege dir daher gut, ob du eine Küche im Garten brauchst und regelmäßig nutzen wirst.

Umfrage zu Außenküchen im Garten

Haben Sie eine Außenküche (z.B. mit Grill und Ablageflächen, Waschbecken etc.) im Garten installiert?

43,4 %: Nein, ich habe kein Interesse
35,5 %: Nein, aber ich habe Interesse
11 %: Nein, aber ich plane bereits
10,1 %: Ja

Quelle: Umfrage zur Nutzung von Außenküchen in Deutschland bei Statista (2017)

Outdoorküche planen: Was solltest du beachten?

Du hast dich für eine Outdoorküche entschieden? Sehr gut. Dann solltest du dir genug Zeit für die Planung werden. Die kann auch ein Verkäufer für Outdoorküchen als Service-Leistung übernehmen oder du selbst.

Außenküche selbst bauen oder eine fertige Outdoorküchen-Lösung – Was ist besser?

Deine Außenküche kann vom Profi geplant werden. Dadurch erhältst du ein auf deinen Garten abgestimmtes System und musst dich nicht mehr die Planung kümmern. Wenn du selbst kreativ werden willst und deine Küche im Garten selber planen willst, geht das natürlich auch. Für diejenigen, die gerne Eigenleistungen einbringen ist das wahrscheinlich ein interessantes Projekt nach dem Hausbau. Nachfolgend jetzt aber die Gegenüberstellung vom Eigenbau mit der fertigen Outdoor-Lösung.

Outdoorküche selbst bauen Fertige Küchenlösung
  • Zeichnungen müssen selbst erstellt werden. Da Programme oft fehlen, bleibt nur Papier.
  • Individuelle Auswahl der Komponenten wie Grill, Kochfelder, Türen- und Schubladen.
  • Freie Auswahl der Materialien für Arbeitsplatten und Einbauelemente.
  • Flexibilität hinsichtlich der Küchengröße.
  • Dauert in der Regel deutlich länger, da viele individuelle Anpassungen erforderlich sind.
  • Preislich kann die Outdoorküche in Eigenbau deutlich günstiger ausfallen.
  • Aufwendige Planungen entfallen.
  • Es gibt nur vergleichsweise wenige Systeme – oft sind Kompromisse erforderlich.
  • Es gibt mehrere Möglichkeiten, die du abhängig von deinen Wünschen und Budget auswählen kannst.
  • Rundum-sorglos-Paket: Du wählst zwischen Herstellern mit verschiedenen Designs und Materialien.
  • Lieferung erfolgt häufig in Modulen, die zusammengebaut werden müssen. Gegebenenfalls muss noch eine Arbeitsplatte montiert werden. Das sorgt für Individualität.

Es hängt maßgeblich von deinen handwerklichen Fähigkeiten, deinem Budget und deiner Zeit ab wofür du dich entscheidest. Bist du ein Selbermacher, der genug Zeit für den Bau hat? Möchtest deine Außenküche frei gestalten? Hast du genug Werkzeug?

Folgende Marken und Hersteller sind auf dem Markt der Outdoorküchen 2020 aktiv:

  • Alpex-Inox
  • Beefeater und Fire Magic
  • Burnhard
  • Grandhall
  • Jokodomus
  • Landmann
  • L. Heinen
  • Luxius:
  • Monolith
  • Napoleon
  • OCQ
  • Outdoorchef
  • OutStanding
  • Röshults
  • Weber
  • Weishäupl
  • Wellfire
  • WWOO
  • Broil King
  • Char-Broil
20Marken

Standort: Wo ist der beste Platz für die Outdoorküche?

Je nach Bedürfnissen und Vorlieben wählst du den richtigen Standort für deine Outdoorküche. Einige Eigenheimbesitzer möchten eine freistehende Küche mitten im Garten, während andere lieber auf der Terrasse grillen. Größter Vorteil am Wohngebäude sind kurze Laufwege zu Indoorküche und die geschützte Lage. Häufig lassen sich auch Versorgungsleitungen für Strom und Wasser einfacher legen. Stelle dir folgende Fragen bei der Standortwahl:

  • Wie viel Platz benötigst du für die Unterbringung der gewünschten Ausstattung?
  • Wie steht der Wind meistens?
  • Wann und wo steht die Sonne zur Mittagszeit?
  • In welche Richtung möchtest du beim Zubereiten blicken?
  • Ist am Standort ein Witterungsschutz vorhanden oder kann aufgebaut werden?
  • Lassen sich Strom und Wasser ohne großen Aufwand zum Platz verlegen?
  • Sind die Wege für den Transport von Geschirr und Zutaten kurz?
  • Sind seitens der Stadt bestimmte Vorschriften, Genehmigungen und Brandschutzmaßnahmen wichtig?
  • Könnte die Outdoorküche Nachbarn stören (Rauchbildung, Lärmpegel)?

Bei Baumeister-Haus heißt es zur idealen Lage: „Sie sollte frei stehen, überdacht und möglichst wind- und wettergeschützt sein.“ Angesprochen wird dort auch eine Pergola als gemütlicher Raum. Empfohlen wird ein ausreichender Abstand zur Grundstücksgrenze. Sonst würde ich das auch eher mit dem Nachbarn absprechen.

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Grill: Welche Arten von Grills sind für Outdoorküchen geeignet?

Das Zentrum deiner Gartenküche bildet der Grill. Soll es der praktische Gasgrill, ein raucharmer Elektrogrill oder der klassische Holzkohlegrill sein? Es gibt hier viele Modelle von namhaften Firmen wie Napoleon oder Weber. Je nach Platz kannst du Einbaumodelle oder Standardausführungen wählen. Beim Einbaumodell kannst du den Grill direkt in deine Outdoorküche integrieren, so dass alles wie ein System aussieht. Bei einem Standardmodell auf Rollen bist du bezüglich der Standortwahl weiterhin flexibel. Bei uns war beispielsweise ein Gasgrill mit Seitenbrenner bereits vorhanden, den wir gerne weiter verwenden würden.

Gasgrill

Klassisch wird bei einer Outdoorküche der Gasgrill verwendet (mehr als 90 %). Der ist schnell aufgeheizt und bereit für den Einsatz. Du kannst damit unkompliziert und mit viel Leistung grillen. Im Vergleich zum Holzkohlegrill entsteht weniger Dreck und er ist einfacher zu reinigen. Achte auf einen Backburner oder eine Infrarotzone mit der du dein Gargut besser zubereiten kannst. Betrieben wird der Gasgrill mit einer Propangasflasche. Deine Outdoorküche sollte ausreichend Platz für eine 11 kg Flasche haben damit du die nicht so häufig wechseln musst. Achte beim Eigenbau darauf ausreichend Schlitze für die Belüftung einzubauen, da sich sonst Gas stauen kann (gefährlich).

Holzkohlegrill

Du stehst auf rauchigen und aromatischen Geschmack? Dann solltest du auf den traditionellen Holzkohlegrill setzen. Betrieben wird der Grill mit Holzkohlebriketts oder Holzkohle. Die Reinigung ist etwas aufwändiger und beim Grillen entsteht Rauch. Beachte dies. Ein Holzkohlegrill kann auch als Ergänzung zum Gasgrill fungieren.

Plancha Grill

„Plancha“ auf Deutsch bedeutet eiserne Platte. In Spanien ist diese Art von Grill sehr beliebt. Die auf bis zu 350 °C aufgeheizte Grillplatte ist durchgehend geschlossen und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Temperatur. Im Grunde handelt es sich um eine überdimensionierte Bratpfanne, die mit Strom oder Gas die nötige Hitze erzeugt. Du kannst bei hohen Temperaturen auf der Plancha Fisch, Fleisch, Soßen und Gemüse leicht und gesund zubereiten.

Teppanyaki Grill

Ähnlich wie beim Plancha Grill, verwendet der Teppanyaki Grill eine glatte Platte, allerdings sind die Temperaturen hier niedriger. Der traditionell japanische Grill ermöglicht es dir Speisen schonend und gesund zuzubereiten. Da die Platte häufig in den Arbeitstisch eingelassen ist, können Gäste dir in deiner Outdoorküche dabei zusehen. In Japan steht Teppanyaki nicht nur für exzellentes Essen, sondern geselliges Beisammensein. Als beliebte Zutataten eignen sich Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch, aber auch Obst.

Kamado Grill

Ein Kamado-Grill ist ein universeller Grill für deine Outdoorküche. Es sind sowohl niedrige als auch hohe Temperaturen möglich. Der Vorteil ist die hohe Temperaturbeständigkeit über mehrere Stunden. Dadurch ist der aus einer 25 bis 35 mm starken Keramikwand bestehende Kamado-Grill Backofen, Smoker und Grill in einem. Er stammt ursprünglich aus Japan und Indien. Zubereiten kannst du darauf jedes mögliche Gargut – ganz egal ob im „Low and Slow“-Bereich (80 bis 110 °C) oder eine Pizza bei 380 bis 400 °C. Du kannst neben Spare Rubs, Pulled Pork, Brisket, aber auch Brot, Pizza und Kuchen im Keramikgrill backen.

Form: L-, U-Form oder eine gerade Küchenzeile?

Die Form deiner Outdoorküche ergibt sich meist aus dem Platzangebot und Standort. Grundsätzlich sind gerade Küchenzeilen für Selberbauer und Preifüchse geeignet, da sich relativ leicht herstellen lassen. Eine U-Form ist perfekt, da du eine Art Tresen um deine Outdoorküche bauen kannst und deine Gäste rundum einen Blick auf dich als Hobbykoch werfen können. Die L-Form ist eine Mischung und kann in eine Garten- oder Terrassenecke gut integriert werden.

Outdoorküchen Formen

Outdoorküchen Formen: Insel, L-Form oder U-Form

Bodenbelag: Welche Bodenbeläge sind möglich und geeignet?

Als Bodenbelag für die Outdoorküche eignen sich alle Beläge, die unempfindlich gegenüber Schmutz sind. Der Belag sollte Rotweinflecken und Fetttropfen nicht einziehen lassen. Die Outdoorküche auf eine Rasenfläche zu stellen ist eher nicht sinnvoll, da der Boden einsinkt und mit der Zeit uneben wird. Außerdem wird es bei Regen schnell matschig.

Einen Vergleich der Bodenbeläge im Garten (Holz, WPC, Keramik, Beton, …) findest du bei uns unter Vergleich der Bodenbeläge im Außenbereich.

Gut geeignet sind dagegen Platten aus Natursteinen, Feinsteinzeug und Keramik. Diese sind dauerhaft und robust. Betonpflaster ist anfällig gegenüber Fettspritzern und lässt sich nicht so leicht reinigen. Pflastersteine aus Beton oder Klinker werden daher schnell fleckig und unansehnlich.

Tipps für deinen Bodenbelag
  • Natursteine solltest du mit einer öl- und wasserabweisenden Imprägnierung behandeln.
  • Einen Bodenbelag aus Holz kannst du verwenden. Er sollte aber ein bis zwei Mal pro Jahr mit einem Öl behandelt werden. WPC wäre eventuell eine pflegeärmere Alternative.
  • Besonders unempfindlich, modern und pflegeleicht sind Keramik Terrassenplatten. Lediglich die Fugen könnten anfällig gegenüber Schmutz sein.
  • Achte auf einen rutschfestes Bodenmaterial. Bei Keramikplatten gibt es sogenannte R-Klassen. Je höher, desto rutschsicherer ist der Bodenbelag (mind. R11 wählen).
  • Bei Verlegung von Fliesen oder Keramikplatten solltest du diese frostsicher verlegen und auf den richtigen Aufbau darunter achten.

Material: Was ist geeignet – Holz, Stein oder Edelstahl?

Prinzipiell sollte deine Werkstoffe möglichst robust und witterungsbeständig sein. Wenn du etwas langlebiges bauen möchtest, mauerst du dir deine Outdoorküche und integrierst darin deinen Grill. Dafür solltest du aber bereits Maurererfahrung haben. Außerdem bist du hier bei späteren Änderungen wenig flexibel. Für das Grundgerüst und die Möbel kannst du folgende Werkstoffe verwenden:

Material Eigenschaften
Holz wasserresistent (wenn behandelt), natürliche Optik, günstig
Polymer UV-Resistent, relativ günstig, leichte Reinigung
Edelstahl wetterbeständig, relativ teuer, stark belastbar
Aluminium wetterbeständig, teuer, stark belastbar, individuelle RAL-Farben

Was die Arbeitsplatte angeht, solltest du Stein wählen, der fleckenunempfindlich und enorm robust ist. Beachte aber, dass gerade dunkle Natursteinarbeitsplatten sich in der Sonne stark aufheizen können. Es kann sogar Verbrennungsgefahr bestehen. Als sehr robust und edel erweist sich Granit. Wähle eine Stärke von 3 oder 4 cm. Marmor ist eher ungeeignet, da du darauf keine heißen Töpfe abstellen kannst und dieser Fettflecken schnell annimmt. Beton ist anfällig für Risse und sollte in jedem Fall versiegelt werden, falls das als Arbeitsfläche in Betracht kommt.

Dach: Welchen Dachaufbau sollte ich für eine Außenküche wählen?

Während im Mittelmeerraum viele Outdoorküchen unter freiem Himmel stehen, wirst du in Deutschland kaum drumherum kommen eine Überdachung für deine Outdoorküche einzuplanen. Dadurch kannst du deine Gartenküche bei fast jedem Wetter nutzen. Selbst bei regnerischen Tagen kannst du eingelegtes Fleisch und Gemüse unabhängig von Regenschauern nach Plan zubereiten.

Outdoorküche Dach

Outdoorküche Dach: Hier bestehend aus Doppelstegplatten, die für Lichteinfall am Tag sorgen

Ist deine Outdoorküche auf der Terrasse, kannst du eventuell deine Terrassenüberdachung, Pergola oder Markise als Sonnen- und Regenschutz mitbenutzen. Eine frei stehende Gartenküche wirst du mit einer Überdachung übersehen müssen, wenn du bei jedem Wetter deine Leibspeisen im Freien genießen möchtest. Hier sind im Grunde alle Dachaufbauten geeignet, die du auch bei einer Terrasse wählen kannst. Beliebt sind bei Grillüberdachungen auch Wellplatten.

Tipp

Bei der Herstellung des Bodenbelags solltest du Fundamente entsprechend vorbereiten und Pfostenträger bzw. Pfostenanker an den richtigen Stellen einbetonieren.

Anschlüsse: Sind Strom und Wasser in einer Gartenküche wichtig?

Deine Outdoorküche sollte ähnlich wie deine Küche im Haus mit Versorgungsleitungen versorgt sein. Strom und Wasser sind in den meisten Gartenküchen wichtig. Achte bei der Planung darauf, dass du Strom- und Wasserversorgung herstellen kannst.

Strom

Strom sorgt für die richtige Beleuchtung und ermöglicht dir elektrische Geräte wie Drehspieße, Mikrowelle, Mixer, Kühlschrank zu nutzen. Gut ist, wenn du ein Erdkabel im Garten hast, welches du hierfür nutzen kannst.

Wasser

Fließendes Wasser ist kein Muss, aber sehr praktisch beim Kochvorgang. Ist ein Kaltwasseranschluss vorhanden, kannst du einen Ausguss oder eine Spüle installieren. Beachte auch, dass du ein Abflussrohr verlegen musst, wenn du nicht mit einer Schale oder einem Eimer hantieren möchtest. Außerdem muss deine Lösung in den Wintermonaten frostsicher sein.

Gas

Wenn du eine Gasleitung für deinen Gasgrill wünschst, musst du dich vorher über Genehmigungen und Gefahren informieren. Hier solltest du einen Fachmann zurate ziehen. Wenn du nicht gerade 100 Gäste bekochen möchtest, dann ist der Gasanschluss eher nicht zu empfehlen. Mit einer 11 kg Propangasflasche kommst du auch sehr weit.

Weitere Ausstattung: Was darf in einer Outdoorküche sonst nicht fehlen?

Zur Grundausstattung gehören Grill, Spüöbecken und eine Kühlschrank. Doch du kannst auch weitere luxuriöse Sonderausstattung integrieren wie Smoker, Zapfhahn und vieles mehr. Welche Küchengeräte und Highlights deine Outdoorküche noch haben kann, haben wir hier zusammengefasst:

  • Ofen: Elektro-Backofen, Pizza-Ofen, Wärmeschubladen oder Holzofen ermöglichen es dir im Garten zu Backen und deine Outdoorküche neben dem Grill zu erweitern.
  • Kühlschrank: An heißen Tagen kann der Kühlschrank Getränke, Fleisch, Salate kühl und griffbereit halten. Beachte, dass die Funktion im Winter nicht gegeben ist, wenn die Temperaturen sinken. Gerade ein Gefrierfach taut bei Temperaturen um die 0 °C auf!
  • Seitenbrenner: Hier kannst du neben dem Grill auch Saucen, Suppen, Nudeln und Kartoffeln nebenbei kochen.
  • Abzugshaube: Massive Rauchbildung kannst du durch dein Dach nach oben befördern und verhinderst beim Grillen (vor allem mit Holzkohle) eine starke Rauchbildung. Außerdem störst du auch Nachbarn weniger.
  • Elektrischer Pizza-Maker: Wir haben mit einem elektrisch betriebenen Pizza-Maker sehr gute Erfahrungen gemacht. In 5 bis 7 Minuten ist eine Pizza damit schnell und lecker zubereitet. Sogar tiefgekühlte Pizzen schmecken damit deutlich besser als im Backofen. Das Gerät würden wir in der Outdoorküche ebenfalls einsetzen, damit Gerüche draußen bleiben. Eine Steckdose muss dafür an der Arbeitsplatte vorhanden sein.
Tipp

Wähle bei der Sonderausstattung unbedingt Werkstoffe, die robust gegenüber Regen, Sonne und Schnee sind. Edelstahl ist hierfür ideal, da er sehr langlebig und wartungsarm ist.

Kosten: Wie teuer ist eine Outdoorküche?

Kommen wir zu den Kosten einer Outdoorküche und die kann es in sich haben. Du kannst je nach Ausführung damit rechnen, dass die Gartenküche so teuer werden kann wie deine Indoorküche. Los geht es mit einer modularen Outdoorküche bereits ab 1.000 bis 2.000 €. Ein komplettes Outdoorküchensystem mit dem du im Freien kochen kannst, geht bei ca. 3.000 € los. Beachte aber, dass hier Bodenbeläge, eventuelle Wände, ein Dach und die Anschlüsse noch nicht enthalten sind.

Folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die Preisspannen für die jeweiligen Komponenten.

Outdoorküchen Ausstattung Preisbereich
Einbaugasgrill 350 bis € 12.000 €
Einbau Kochfeld 320 bis 3.800 €
Einbautür Edelstahl (einfach bis Einbauschrank) 230 bis 1.800 €
Einbau Schublade Outdoor (einfach bis Wärmeschublade) 360 bis 3.000 €
Spüle für Outdoor Küche 260 bis 3.850 €
Arbeitsplatte Granit lfm 50 bis 1.100 €
Einbaukühlschrank Outdoor 500 bis 7.050 €
Pizzaofen 780 bis 2.930 €
Fertiges Küchensystem Outdoor 1.000 bis 20.000 €

Vieles hängt aber auch von den verwendeten Materialien ab. Granit-Platten, Spülen aus Keramik, viel Stauraum unter der Arbeitsplatte, ein hochwertiger Gasgrill mit vielen Brennern lassen die Kosten schnell nach oben schießen. Du solltest daher schauen, welche Funktionen deine Gartenküche haben sollte und ob du auf Sonderausstattung nicht auch verzichten kannst – etwa weil der Weg zur Küche im Haus kurz ist.

Fazit: Eine Outdoorküche bietet viele Vorteile und kann selbst gebaut werden

Abschließend ist zu sagen, dass eine Outdoorküche ein echtes Highlight ist und wer gerne grillt, wird sie lieben. Im Freien essen zubereiten und das schöne Wetter genießen – da kommt häufig mediterrane Urlaubsstimmung auf. Klar muss aber auch sein, dass die Kosten für eine Outdoorküche schnell im fünfstelligen Bereich liegen. Daher sollte jeder für sich selbst schauen, welche Funktionen sein müssen, welche Hersteller in Frage kommen und ob nicht durch Eigenleistungen die Kosten reduziert werden können.

Gartenküche mit Tresen

Gartenküche mit Tresen – extrem schick aber muss das sein?

Für uns steht fest, dass wir alleine wegen den Kochgerüchen gerne eine Art Outdoorküche haben würden. Einige Speisen sind so geruchsintensiv (aber lecker), die wir gerne Outdoor zubereiten würden. Über die Planung haben wir uns mit diesem Beitrag bereits Gedanken gemacht, so dass das Projekt ein voller Erfolg werden könnte ohne das Budget zu sprengen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

  • [1] https://www.faz.net/aktuell/stil/outdoor-kuechen-koch-komm-raus-14323594.html
  • [2] https://www.gardelino.de/outdoorkueche
Werden wir eine Outdoorküche selbst bauen?

Wir werden ein eigenes Outdoor-Küchensystem bauen. Vorhanden ist bereits ein Gasgrill von Burnhard. Der wurde bisher aber nur bei gutem Wetter genutzt. Eine Überdachung war nicht vorhanden, so dass wir bei plötzlichem Regen uns mit Angelschirmen behelfen mussten. Es muss daher ein fester Standort für unseren Gasgrill her. Den würden wir gerne so gestalten, dass eine Art Outdoorküche entsteht, die zum Verweilen einlädt und praktisch ist. Sie soll nah an der Küche sein, so dass wir dort nur die wichtigste Ausstattung einbauen müssen. Um die Kosten weiter niedrig zu halten, werden wir die Planung und Ausführung (wie hier so oft im Blog) in Eigenleistung durchführen. Und da ist sie: Außenküche: Grillplatz mit Grillüberdachung selber bauen

Konstantin Unterschrift

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Konstantin Matern
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